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Personalplanung bei McLaren-Mercedes

Heikki Kovalainen weiter unter Erfolgsdruck

Heikki Kovalainen Foto: McLaren 57 Bilder

Sieben Rennen, vier Ausfälle, nur einmal in den Punkten - das ist die magere Ausbeute von McLaren-Pilot Heikki Kovalainen. Um Argumente für eine Weiterbeschäftigung bei den Silberpfeilen zu sammeln, sollte der Finne in den nächsten Rennen gute Ergebnisse einfahren.

11.06.2009 Tobias Grüner

Heikki Kovalainen steht unter Druck. Die Nummer zwei bei McLaren-Mercedes konnte diese Saison noch keine Zeichen setzen. Vier Mal sah er die Zielflagge nicht - so oft wie kein anderer Pilot. Der Silberpfeil ist meist zu langsam, Teamkollege Lewis Hamilton ist meist schneller und wenn sich doch einmal eine Chance auftat, wie z.B. in Monaco oder Bahrain, erlaubte sich der Finne entscheidende Fehler.

Entscheidung nach Leistung

Zu den Chancen, dass Kovalainen auch 2010 wieder im McLaren-Cockpit sitzt, wollte sich das Team noch nicht äußern. Dem Finnen dürfte allerdings klar sein, dass sein Platz nicht der sicherste ist: "Die Formel 1 ist ein harter Wettbewerb. Heikki weiß, dass es nur nach Leistung geht. Wir schauen auf jede Zielankunft und auf jedes Zehntel", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Eine Entscheidung sei allerdings noch längst nicht getroffen.

Auf die Fahrerfrage angesprochen, weicht das Team meistens aus. "Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal darauf, das Auto schneller zu machen. Das ist das größte Problem", so Haug. Mit 13 Punkten stehen die Silberpfeile in der Teamwertung momentan auf Rang fünf, weit abgeschlagen hinter den Top-Teams von Brawn GP und Red Bull.

Fahrer schuldlos an Türkei-Pleite

In der Türkei konnten beide Fahrer wenig ausrichten. Das Auto war einfach nicht konkurrenzfähig. Mit wenig Erwartungen an den Bosporus gereist, gab die Trainingsbestzeit von Heikki Kovalainen am Freitag einen kurzen Hoffnungsschimmer. Doch schon am Samstag kehrte der Frust zurück. "Als die Strecke noch rutschig war, konnten wir einigermaßen mithalten. Aber je mehr Gummi und Grip auf die Bahn kam, desto schlechter wurde es für uns", analysierte Teamchef Martin Whitmarsh die Gründe für die Nullnummer.

"Beide Piloten sind ein fehlerloses Rennen gefahren und haben das Maximum rausgeholt", nahm Haug das Fahrerduo anschließend in Schutz. Ob das Kovalainen am Ende weiterhilft, ist fraglich. Am Rande des Rennens in Istanbul bekräftigte Haug noch einmal den langjährigen Wunsch von Mercedes, einen deutschen Fahrer im Team zu haben. "Wir hatten uns in der Vergangenheit schon um Nick Heidfeld und Sebastian Vettel bemüht. Allerdings haben sie sich anders entschieden", bedauerte der Sportchef.

Nico Rosberg ein Thema bei McLaren?

Wenn es um die Saison 2010 geht, fällt dagegen oft der Name Nico Rosberg. "Ich kannte Nico schon als kleinen Jungen", erklärte Haug die lange Beziehung zur Familie Rosberg. Dass der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg bei McLaren auf der Liste steht, wollte der Mercedes-Mann aber nicht direkt bestätigen. "Nico ist aber schon mehrmals durch gute Leistung aufgefallen. Jedes Team, das einen Fahrer sucht, sollte ihn auf der Liste haben." Rosbergs Vertrag läuft nach der Saison aus. Heikki Kovalainen sollte also so schnell wie möglich dafür sorgen, dass sich McLaren gar nicht erst nach einer Alternative umschauen muss.

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