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McLaren-Mercedes: Nürburgring-Podium wäre für Hamilton drin

McLaren-Mercedes trauert noch immer den verlorenen Punkten für Lewis Hamilton nach. Mit neuem Aeropaket hätte der Weltmeister am Nürburgring auf das Podium fahren können, ist sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug sicher.

Es ist wie verhext für den Formel 1-Champion. Da ist der Silberpfeil die ganze Saison nicht konkurrenzfähig, und wenn dann doch einmal Auto und Strecke zueinander passen, soll es wohl einfach nicht sein. Schon in Monte Carlo hatte Lewis Hamilton die große Chance auf einen Podiumsplatz, die er allerdings nach einem Ausrutscher im Qualifying begraben musste.

Am Nürburgring bot sich überraschenderweise erneut die Chance. Doch wieder blieb das Punktekonto bei neun Zählern stehen. Mark Webber hatte dem Silberpfeil auf dem Weg in die erste Kurve den Reifen aufgeschlitzt. "Nach dem Rennen hat Mark uns eine E-Mail geschickt, sich entschuldigt und gesagt, dass es keine Absicht war", erklärte Norbert Haug. "Ich mache Mark auch keinen Vorwurf, aber er war schon emsig unterwegs. Für ihn ist gerade nochmal gutgegangen."

Red Bull wohl nicht zu schlagen

Hamilton war dieses Glück nicht vergönnt. Mit angestochenem Gummi rutschte der McLaren-Pilot in der ersten Kurve nach außen und handelte sich auf dem Weg zur Box fast eine Runde Rückstand auf die Spitze ein. "Wenn Lewis da als Führender um die Ecke kommt, sehen wir sehr gut aus", ist sich Haug sicher. "Ich möchte ausdrücklich sagen, dass wir die Red Bull wohl nicht geschlagen hätten, aber ein dritter Platz wäre sicher drin gewesen. Zumindest wären wir für alle anderen ein schwieriger Gegner geworden."

Dass die mit KERS bewaffneten McLaren auf der Strecke nur schwer zu überholen waren, bewies Heikki Kovalainen eindrucksvoll. Und dabei saß der Finne mangels Updates in einem langsameren Auto als sein Teamkollege. Auf Platz drei liegend hielt er das Verfolgerfeld rundenlang auf und bot Mark Webber an der Spitze somit ungewollte Rückendeckung.

Mit KERS zum Hungaroring

Dass der McLaren-Aufschwung beim nächsten Grand Prix in Ungarn fortgeführt werden kann, wollte Haug noch nicht bestätigen. "Das kann man noch nicht sagen. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle." Alleine die Veränderungen durch das Wetter seien nur schwer zu prognostizieren, wie man an den Problemen von Brawn GP gesehen habe.

Auf jeden Fall werden die Silberpfeile wieder mit Hybrid-Power an den Start gehen, so viel wollte Haug immerhin verraten. " Es gibt einen relativ langen Weg vom Start in die erste Kurve und eine lange Gerade. Es ist ein wunderbarer KERS-Kurs." Zu den Zielen in dieser Saison wollte sich der Mercedes-Mann nicht konkret äußern. "Wir wollen das schnellstmögliche Auto in der kürzestmöglichen Zeit bauen, um in Zukunft wieder konsequent vorne mitzufahren."

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Viel besser hätte das Ergebnis für Mercedes-Sportchef Norbert Haug kaum ausfallen können. Sein Handy stand nicht mehr still.

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