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McLaren-Mercedes beim GP England

Rückgriff auf altes Aeropaket wird diskutiert

Lewis Hamilton Foto: xpb 27 Bilder

McLaren war mit einem neuen Aerodynamikpaket und großen Hoffnungen nach Silverstone gereist. Nach dem ersten Trainingstag machte sich Ernüchterung im Lager der WM-Spitzenreiter breit. Am Nachmittag fehlten Lewis Hamilton 1,5 Sekunden auf Mark Webbers Bestzeit. Die Techniker diskutieren bereits einen Rückgriff auf die alte Version.

09.07.2010 Michael Schmidt

Eigentlich sollte das neue Aerodynamikpaket von McLaren erst in Hockenheim debütieren. Doch in Woking wurde die Nacht zum Tag gemacht um die B-Version für Silverstone starklar zu bekommen. Die Änderungen umfassen den Frontflügel, die Motorabdeckung, den Diffusor und den Auspuff. Nach dem Vorbild von Red Bull bläst McLaren jetzt auch die Auspuffgase auf und in den Diffusor. Eine heikle Angelegenheit, die auch zum Eigentor werden kann, wenn man vorher nicht ausreichend testen konnte

Hamilton fehlten 1,5 Sekunden auf Webber

Das Morgentraining begann mit dem zweiten Platz von Lewis Hamilton noch viel versprechend. Dem Engländer fehlten nur 0,334 Sekunden auf die Bestzeit von Sebastian Vettel. Am Nachmittag kam es dann knüppeldick. Hamilton fehlten 1,553 Sekunden auf den Trainingsschnellsten Mark Webber. Bei Jenson Button waren es sogar 1,966 Sekunden Rückstand.

Insgesamt sieben Mal landete Hamilton neben der Strecke. Besonders mit Kurve 11, dem Eingang in den neuen Streckenteil, stand Hamilton auf Kriegsfuß. Der WM-Führende beklagte Abtriebschwankungen in der Vollgaskurve. Button bestätigte: "Das Heck fühlte sich instabil an, besonders beim Bremsen. Mit viel Benzin im Tank scheint das Auto ganz gut zu liegen. Mit leichtem Auto ist es deutlich schwieriger. Das bereitet uns schon ein paar Sorgen für das Qualifying."

Nachtschicht bei McLaren

Teamchef Martin Whitmarsh bestätigte die Probleme: "Wir haben das neue Paket noch nicht im Griff und forschen im Moment, welchen Anteil daran die neue Streckenführung, die Änderungen am Auto oder das Setup hat. Die Bodenwellen im neuen Streckenteil kamen ziemlich unerwartet für uns und sie verschärfen die Schwierigkeiten noch. Dazu kommt, dass im Heck einige Komponenten ziemlich heiß geworden sind."

Für die McLaren-Ingenieure und Mechaniker haben eine lange Nachtschicht vor sich. "Wir müssen jetzt die Daten analysieren und Ursachenforschung betreiben", erzählt Whitmarsh. "Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass wir mit der bewährten Aerodynamikkonfiguration besser dran sind, dann bauen wir für Samstag das Auto auf den alten Stand zurück."
 

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