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McLaren-Mercedes

Schadensbegrenzung in Silverstone

Brawn GP Foto: dpa 23 Bilder

Ausgerechnet beim Heim-Grand Prix in Silverstone steht McLaren-Mercedes eines der schwersten Rennen der Saison bevor. Vor dem ersten Training ist beim Silberpfeil-Team nur wenig Optimismus zu spüren.

18.06.2009 Tobias Grüner

Wie sich die Zeiten geändert haben: Im vergangenen Jahr strahlte Lewis Hamilton bei seinem Heimrennen noch von der obersten Stufe des Podiums. In dieser Saison muss der Weltmeister dagegen im Mittelfeld kämpfen. "Ich erwarte uns im hinteren Drittel", erklärte Mercedes Sportchef Norbert Haug wenig zuversichtlich.

Lewis Hamilton erstellt ein Kunstwerk 2:59 Min.

Auch die Piloten blicken dem wichtigen Grand Prix mit gemischten Gefühlen entgegen. "Das Layout der Strecke mit den vielen schnellen Kurven ist nicht gerade ein Vorteil für uns", erklärt Hamilton. "Leider haben wir nicht besonders viele Updates am Auto. Es bleibt uns nur, irgendwie das Maximum herauszuholen." Wie schlecht der McLaren in den Highspeed-Passagen ist, zeigte die schnelle Kurve 8 in Istanbul. "Während andere Teams da mit Vollgas durchgefahren sind, mussten wir fast herunterschalten", übte sich Heikki Kovalainen in Galgenhumor.

McLaren schuld an der Misere?

Das Einzige, das die Silberpfeile vom Absturz an das Ende des Feldes bewahrt, sind momentan die Antriebskomponenten aus dem Hause Mercedes. "Beim Motor und beim KERS sind wir sicher führend in der Formel 1. Nur beim Chassis hakt es noch", erklärte Kovalainen. Also ist der Misserfolg alleine die Schuld von McLaren? "Ich will niemanden verantwortlich machen", versuchte sich der Finne zu retten. "Auch wir Fahrer machen Fehler". Teamkollege Hamilton drückte es etwas eleganter aus: "Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen."

Bei den Zielen für den Rest der Saison gehen die Vorstellungen der beiden Fahrer etwas auseinander. "Die beiden Spitzenteams werden wir wohl nicht mehr einholen. Ich hoffe, wir können zumindest noch einmal aufs Podium fahren", erklärte Hamilton. Bei Kovalainen steht dagegen schon der Erfolg in der kommenden Saison ganz oben auf der Prioritäten-Liste: "Es ist das Wichtigste, jetzt die grundlegenden Probleme zu erkennen, um sie bei der Entwicklung des neuen Autos für das nächste Jahr zu vermeiden."

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