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McLaren-Mercedes vor Ferrari

Ein Sieg für die Hybrid-Technik

Lewis Hamilton Foto: dpa 51 Bilder

Nach einer langen Durststrecke durften die beiden Top-Teams der letzten Saison in Ungarn wieder jubeln. Eines hatten McLaren und Ferrari gemeinsam: Das Hybrid-System hat am Sonntag den entscheidenden Unterschied gemacht.

26.07.2009 Tobias Grüner

Lange wurde es als teuerster Flop aller Zeiten verschrien. In Budapest hat das Energierückgewinnungssystem (KERS) allerdings erstmals ein Rennen gewonnen. Mit Lewis Hamilton am Steuer war der Silberpfeil im Rennen nicht zu stoppen. Der Weltmeister konnte sich sogar den Luxus leisten, am Ende etwas Speed herauszunehmen.

"KERS hat heute den Unterschied gemacht", klagte Red Bull-Teamchef Christian Horner. Dabei konnte Lewis Hamilton auch ohne die Hybrid-Power sehr gute Rundenzeiten fahren. "Aber der Start war entscheidend", wirft Horner ein. Wie schon am Nürburgring konnten die drei KERS-Autos von Hamilton, Räikkönen und Kovalainen Plätze gutmachen.

KERS-Herausforderung unterschätzt

"Es ist wirklich toll. Ein Vorteil, den ich nicht mehr missen möchte", grinste der Sieger anschließend. Dabei war das System nicht immer siegfähig. "Viele haben die Herausforderung unterschätzt", erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir haben immer daran geglaubt und weiterentwickelt. Heute hat es sich ausgezahlt."

Die Piloten ohne KERS bleiben vor allem am Start ohne Waffen. "Da kannst du einfach nichts machen", zuckte Nico Rosberg mit den Schultern. "Am Anfang kommt man noch gut mit und dann ziehen sie davon." Sebastian Vettel sieht auch ein Problem für die Sicherheit. "Wenn jedes Mal fünf Autos gleichzeitig in die erste Kurve schießen, ist das nicht ungefährlich." Wie am Nürburgring fuhr die Konkurrenz links und rechts am Red Bull vorbei. Von Platz zwei rutschte er nach nur zwei Kurven bis auf Rang sieben ab.

Historischer Sieg für die Silberpfeile

KERS hilft aber nicht nur am Start. Auch im Zweikampf hilft es den Piloten. Sowohl beim Angriff als auch zur Verteidigung ist KERS geeignet. In Runde fünf zog Hamilton an Mark Webber vorbei, als gäbe es nichts Leichteres. "Da habe ich mir ein wenig Energie für die kurze Gerade aufgehoben", erklärte Hamilton anschließen. "Zum Glück hat Mark mitgespielt. Er wollte einfach kein Risiko eingehen und die Punkte sichern."

Die größte Freude über den Erfolg der Hybrid-Technik herrschte im Mercedes-Lager. In der Fabrik in Brixworth wurde das ca. 23 Kilogramm System für Lewis Hamilton entwickelt und gebaut. Norbert Haug erklärte nach dem Rennen euphorisch: " Lewis war eine Klasse für sich - ein historischer Sieg, der erste mit KERS Hybrid in der Formel 1 - die Silberpfeile fliegen wieder."

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