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McLaren mit Problemen

Drei Pannen bei den Boxenstopps

Jenson Button - GP Japan 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Es läuft nicht bei McLaren. In Singapur, Korea und Japan gab es nur Magerkost. 17 Punkte aus drei Rennen. In Suzuka wäre mehr möglich gewesen. Doch es gab zu viele Pannen bei den Boxenstopps. Dadurch gingen 9,4 Sekunden verloren.

15.10.2013 Michael Schmidt

Es war nicht der Tag von McLaren. Dabei hatte es nach dem Start noch gut ausgesehen. Sergio Perez und Jenson Button kamen auf den Plätzen 8 und 10 aus der Startrunde zurück. Doch Buttons Rennen nahm schon in der ersten Kurve eine unerwartete Wende. Der Engländer war nach einem Blitzstart bereits an Sebastian Vettel vorbei, als er Lewis Hamilton ausweichen musste, der seinen schlingernden Mercedes nach einem Reifenplatzer rechts hinten nur mühsam auf Kurs hielt.

"Dabei hat sich Jenson einen Bremsplatten eingefahren. Die Vibrationen wurden so schlimm, dass wir ihn nach acht Runden reinholen mussten", erzählte Teamchef Martin Whitmarsh. Gleichzeitig änderte McLaren Buttons Taktik von zwei auf drei Stopps. Damit konnte der Weltmeister in seinen Stints etwas aggressiver fahren und musste nicht so auf die Hinterreifen Rücksicht nehmen wie seine Kollegen.

Perez wartet weiter auf eine Jobgarantie

Der Strategiewechsel brachte Button noch auf Rang 9 in die Punkteränge. Trotz eines verpatzten zweiten Boxenstopps, bei dem sich rechts hinten die Radmutter nicht lösen wollte. 2,8 Sekunden blieben auf der Strecke. "Viel mehr als Platz 7 wäre auch bei einem optimalen Rennen für Jenson nicht dringelegen", bedauerte Whitmarsh.

Das gleiche Missgeschick in der Box passierte später auch noch Perez. Er verlor 4,3 Sekunden. "Es gab ein technisches Problem", ärgerte sich die Teamleitung. Perez büßte weitere Zeit in der Boxengasse ein. Bei seinem ersten Stopp wäre ihm fast der ausfahrende Nico Rosberg ins Auto gekracht. Das kostete den Mexikaner 2,3 Sekunden.

Auch er musste wie Button ein Mal zusätzlich an die Box. Als ihm Rosberg im Zweikampf den linken Hinterreifen aufschlitzte. "Das einzige Glück, das ich heute hatte war, dass der Zwischenfall mit Rosberg direkt vor der Boxeneinfahrt passierte", stöhnte der Mexikaner.
 
Er wollte mit einem guten Resultat Fakten schaffen. Sein Cockpit für 2014 ist immer noch nicht bestätigt. Whitmarsh will weiter warten, räumt seinem Sorgenkind zusätzliche Chancen ein. "Checo hätte es ohne die Probleme in die Punkte geschafft."

Bezahlt McLaren für Entwicklungsstopp am Auspuff?

McLaren hat von dem Asien-Trip nur 17 Punkte mitgebracht. Sauber sammelte in Singapur, Korea und Japan 28 Zähler. Obwohl der Abstand zwischen McLaren und Sauber scheinbar uneinholbare 38 Punkte beträgt, ist man bei McLaren leicht nervös geworden. Whitmarsh und seine Ingenieure haben registriert, dass Sauber seit dem GP Italien regelmäßig schneller fährt.

McLaren hat nicht wie erhofft von der Rückkehr zu den 2012er Reifenkonstruktionen profitiert. Sauber schon. Was wahrscheinlich am Auspuffkonzept liegt. McLaren blieb seiner Auspuffanordnung treu, bei dem die Endrohre aus einer Beule in den Seitenkästen auf die Diffusorspalte blasen. Sauber kehrte zum Red Bull-System mit der Rampe am Ende der Seitenkästen zurück.

"Das ist der bessere Weg", glaubt Sauber-Chefingenieur Tom McCullough. "So bringst du die Auspuffgase mit mehr Energie und genauer an den Ort, wo du sie haben willst." Seit die Hinterreifen nicht mehr so walken und man als Folge dessen hinten mit mehr Bodenfreiheit fahren kann, haben sich die Autos mit dem Red Bull-Auspuff durchgesetzt.

Whitmarsh betet, dass es nicht ein Fehler war, die eigene Auspuffentwicklung im Sommer einzustellen. "Der Auspuff kann viel Abtrieb bringen, aber alles was man jetzt noch entwickelt, ist nächstes Jahr verboten. Deshalb haben wir unsere Anstrengungen auf andere Dinge gelegt. Ich hoffe, dass wir dafür nicht bezahlen."

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