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Technik GP Australien

McLaren mit Red Bull-Auspuff

McLaren F1 Test 2011 Foto: xpb 17 Bilder

Ein Kraftakt in letzter Minute soll McLaren zurück an die Spitze bringen. Auspuff und Unterboden sind neu. Lewis Hamilton und Jenson Button hoffen, dass damit die Leiden der Testfahrten Vergangenheit sind.

24.03.2011 Michael Schmidt

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sprach ein Machtwort. Das revolutionäre Auspuffsystem, das McLaren bei den Testfahrten soviel Zeit gekostet hat, wird auf Eis gelegt. "Der Ansatz ist richtig, aber das Projekt war einfach zu ambitioniert. Wir haben zuviel Zeit mit Problemen verschenkt. Deshalb habe ich entschieden, dass wir uns für den Saisonbeginn auf eine Lösung konzentrieren, die sicher funktioniert."

Neuer McLaren-Auspuff für Melbourne

Für den letzten Test ging McLaren zunächst einmal zurück zu der Standardversion, bei der die Auspuffrohre auf das Diffusordach zielen. Die Fahrer sollten Kilometer machen, was aber auch nur unzureichend gelang. Parallel dazu entstanden in Woking ein Auspuffsystem und ein Unterboden, die an den Red Bull RB7 erinnern. "Wir blasen die Auspuffgase so nah wie möglich an den Hinterreifen", verriet Whitmarsh. Die in letzter Minute fertiggestellte Auspufflösung soll McLaren eine Sekunde bringen.

Jenson Button lobt sein Team für diesen Kraftakt: "Ich mag die aggressive Entwicklungspolitik von McLaren. Nur so können wir vorwärtskommen." Der Weltmeister von 2009 glaubt trotzdem nicht an ein Wunder: "Red Bull und Ferrari werden schneller sein. Wenn wir ein paar Punkte sammeln können, wäre das nach all den Schwierigkeiten bei den Testfahrten eine gute Ausgangsposition."

Kollege Lewis Hamilton blickt zurück: "Vor zwei Jahren bin ich von Startplatz 19 gestartet und war am Ende Dritter. Ich kann euch garantieren, dass wir diesmal nicht bis auf Startplatz 19 abrutschen werden." Auch Button bemüht die Vergangenheit: "Wir hatten auch letztes Jahr nicht das stärkste Auto, als wir nach Melbourne kamen. Am Ende habe ich das Rennen gewonnen."

Rätselraten bei McLaren

Eine exakte Standortbestimmung traut sich keiner der beiden McLaren-Piloten zu: "Wir haben zu wenig Kilometer geschafft, als dass ich uns einordnen könnte. Ich habe weder alle Abstimmungsvarianten probiert, noch bin ich jemals im Qualifikationstrim gefahren. Deshalb kann ich auch nicht sagen, wie schnell das Auto wirklich ist", bilanziert Button.

Der Engländer hofft auf trockenes Wetter am Freitag: "Für uns gehen die Testfahrten am ersten Trainingstag weiter. Es war eine gute Nachricht, dass Pirelli einen zusätzlichen Reifensatz für Freitag bereitstellt."

McLaren dank Reifenstrategie zum Erfolg?

Button und Hamilton setzen insgeheim darauf, dass ihnen die kurzlebigen Pirelli-Reifen vielleicht einen Joker in die Hand spielen. Wenn der Speed nicht ausreicht, erledigt das vielleicht eine schlaue Strategie. "In den ersten Abschnitten wird es darauf ankommen, den richtigen Zeitpunkt zum Reifenwechsel zu erwischen. Jeder wird versuchen, eine Runde vor dem Einbruch der Reifen an die Box zu kommen. Das ist keine leichte Aufgabe", prophezeit Button.

Der spannendste Teil folgt seiner Meinung nach im Schlussturn: "Dann geht es nur noch darum, den Reifen am Leben zu halten und einen zusätzlichen Stopp zu vermeiden. Ich sage euch: Da werden wir jede Menge Überholmanöver und Dramen sehen. Es ist gut möglich, dass dieses Rennen in der letzten Kurve entschieden wird."

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