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McLaren MP4-21

Die orangene Evolution

Foto: McLaren 6 Bilder

Mit einer Weiterentwicklung des Vorjahresrenners soll bei McLaren-Mercedes endlich der Durchbruch gelingen. Der MP4-21 soll den Formel 1-Titel erstmals nach 1999 wieder nach Woking und Untertürkheim holen.

25.01.2006

Bereits 2004 begann bei McLaren die Arbeit am ersten Formel 1 mit 2,4 Liter Saugmotor. Im April 2005 begannen die Aerodynamik-Arbeiten, im Juni ging der V8 erstmals auf den Prüfstand und hat seitdem rund 6.500 Test-Kilometer auf der Rennstrecke abgespult.

McLarens neues Werk heißt MP4-21 und ist eine Evolution des MP4-20. Allerdings versichert Geschäftsführer Martin Whitmarsh, dass 90 Prozent der Teile neu seien. Die Ingenieure konzerntrierten sich vor allem auf die Gestaltung des Hinterteils. Der gegenüber dem früheren V10 deutlich kürzere Achtzylinder macht ein schlankeres Heck möglich.

Deutlich schmaler ist auch die Nase ausgefallen, die mit ihrer flachen Spitze an einen Entenschnabel erinnert. Der Bug ist gegenüber dem MP4-20 tiefer ausgefallen. McLaren lenkt die vorderen Radaufhängungen wie im Vorjahr direkt am Chassis an. Wie bei den Konkurrenten trägt der MP4-21 eine deutlich schmalere Taille. Die Seitenkästen sind wegen des geringeren Kühlbedarfs des V8 unten deutlich schlanker ausgefallen.

Silber gibt es erst im Februar

Für die ersten Standfotos und Tests präsentierte sich der neue McLaren in der Team-Farbe Orange. Das endgültige Design in Silber soll erst im Februar vorgestellt werden. Eine offizielle Präsentation des neuen Autos wird es nicht geben. Das Team ging direkt zur Tagesordnung über und schickte den neuen Renner in Barcelona am Montag (23.1.) zur Jungfernfahrt auf die Strecke.

Am Dienstag saß erstmals Stammfahrer Juan Pablo Montoya im neuen Auto. "Es fährt sich wie sein Vorgänger, nur besser", sagte der Kolumbianer, der über ein wenig Untersteuern klagte. "Aber das dürften wir schnell beheben können." Montoya war bei seinem ersten Ausflug am Dienstag in Barcelona Drittschnellster des Tages. Nur der 2004er Ferrari mit Marc Gené und Jacques Villeneuve im neuen BMW waren schneller. "Wir sind ja erst am Anfang", beruhigt Montoya die ungeduldigen McLaren-Fans. Was den neuen Motor betrifft, meint Montoya: "Der Motor ist sicher nicht der stärkste". Gegenüber dem V10 fehlen dem 2,4 Liter-V8 etwa 150 PS.

Norbert Haug: "Anknüpfen, wo wir aufgehört haben"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug meint, man wolle mit dem MP4-21 dort ankknüpfen, wo der Vorgänger aufgehört habe. Der MP4-20 gewann 2005 sechs der letzten sieben Rennen. Lediglich die anfänglichen Zuverlässigkeitsprobleme verhinderten den ersten Titelgewinn seit 1999. Den soll nun der MP4-21 nachholen.

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