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McLaren MP4-29 für die Formel 1-Saison 2014

Der neue Chrom-Renner aus Woking

McLaren MP4-29 Foto: McLaren 38 Bilder

McLaren hat seinen neuen Formel 1-Renner für die Saison 2014 vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Spekulationen ist der MP4-29 nicht orange, sondern wie gewohnt silber lackiert. Die meisten Diskussionen wird es somit um die neue Nase geben.

24.01.2014 Tobias Grüner

Als dritter Rennstall nach Force India und Williams hat McLaren am Freitag (24.1.2014) sein neues Auto für die Formel 1-Saison 2014 vorgestellt. Im Gegensatz zur Konkurrenz bekamen die Fans dabei aber nicht nur Computer-Grafiken (CGI) vorgesetzt, sondern reale Fotos vom frisch zusammengebauten McLaren MP4-29.

Nach der enttäuschenden Saison 2013 mit dem Vorgänger soll der neue Renner wieder ein Erfolgsmodell werden. Vergangenes Jahr konnte McLaren nicht einen einzigen Podestplatz feiern. Das gab es zuletzt 1980. Obwohl es die Spatzen bereits von den Dächern pfeifen, wollte McLaren noch nicht bestätigen, dass Teamchef Martin Whitmarsh wegen der sportlichen Flaute seinen Posten räumen muss. Der ganze Fokus der Aufmerksamkeit sollte sich auf das Auto richten.

McLaren MP4-29 mit ungewöhnlicher Nase

Beim Anblick des neuen Autos ist sofort klar, welcher Teil die meisten Diskussionen hervorrufen wird. Die neue Nase ist noch extremer als bei den zuvor gezeigten Modellen von Force India und Williams. Die Befestigungsstreben zum Frontfügel sitzen weit auseinander. In der Mitte schiebt sich eine schmale "Zunge" auf die vorgeschriebenen 185 Millimeter nach unten.

Neu ist auch die Vorderradaufhängung. McLaren ist vom noch 2013 verwendeten Konzept Zugstreben-Dämpfung abgerückt und verwendet nun wieder eine konventionelle Pushrod-Aufhängung. Die Kühlluftöffnungen in den Seitenkästen sind extrem groß ausgefallen, damit es dem neuen Mercedes V6 Turbo nicht zu heiß wird. Auch die Airbox über dem Helm des Piloten ist voluminös ausgefallen.

Neue Lackierung ohne Hauptsponsor

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auch sofort der hohe Silberanteil auf. Sponsor Vodafone ist nicht mehr auf dem Auto vertreten. McLaren sucht noch nach einem neuen Partner. Es ist also gut möglich, dass sich die Lackierung bis Saisonbeginn noch deutlich ändern wird.

Dass es keine Aussagen von (Ex-)Teamchef Martin Whitmarsh zum neuen Auto gibt, verwundert nicht. Stattdessen wird Sportdirektor Sam Michael zitiert: "Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass die Saison 2013 für uns enttäuschend verlaufen ist. Das Ziel lautet nun, auf die Siegerstraße zurückzukehren. Das ist der Grund, warum McLaren existiert. Dafür ist aber ein gewisses Maß an Wachstum und Umstrukturierung notwendig, bevor wir wieder um den Titel kämpfen können."

Kevin Magnussen vor Rookie-Saison

Auch im Cockpit gibt es etwas Neues. Kevin Magnussen ist der erste Rookie-Fahrer bei McLaren seit Lewis Hamilton. Der 21-Jährige fühlt sich der großen Aufgabe gewachsen: "Natürlich ist man ein bisschen nervös vor dem ersten Test. Und man kommt wohl nie an einen Punkt wo man sich perfekt vorbereitet fühlt – es gibt immer noch Sachen, die man mehr machen kann. Das trifft aber auf jeden Fahrer und jedes Team zu."
 
Magnussen wohnt praktischerweise in Woking, nur wenige Kilometer entfernt von der McLaren-Zentrale. Das half bei der Vorbereitung: "Ich arbeite so hart wie möglich, damit ich so bereit wie möglich bin. Das Cockpit-System kenne ich bereits in- und auswendig. Ich war jeden Tag in der Fabrik im Fitnessraum. Und ich habe hart mit den Ingenieuren gearbeitet, um zu verstehen, was mich in der Formel 1 erwartet."
 
Teamkollege Jenson Button ist die Konstante im Team. Der Weltmeister von 2009 will nach einem Jahr ohne Pokale wieder angreifen. "Wir wollen natürlich besser abschneiden. Aber mit den großen Veränderungen ist es schwer ein konkretes Ziel zu formulieren. Wir müssen also erst einmal abwarten, wie das Kräfteverhältnis aussieht. Ich will alles über die neue Formel 1 und das neue Auto lernen und I will, dass wir uns mit dem Paket wohlfühlen, wenn es auf die ersten Übersserennen geht."
 
Vom neuen Teamkollegen weiß Button noch nicht viel. "Ich habe ihn noch nicht richtig kennengelernt. Über den Winter gibt es nicht so viele Gelegenheiten Zeit zusammen zu verbringen. Aber das wird sich beim Testen schon noch ändern. Wir werden eng zusammenarbeiten und Daten sammeln, um das Auto besser zu machen. Ich freue mich sehr über seine professionelle Einstellung und seinen Ehrgeiz. Es ist kein leichter Job."

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