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McLaren muss 105 Plätze zurück

Kuchen für Weltrekord-Strafe

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 21. August 2015 Foto: xpb 70 Bilder

McLaren-Honda produzierte in Spa wieder mal negative Schlagzeilen. Der verbesserte Motor brachte nicht so viel Leistung wie angekündigt und war zudem mal wieder unzuverlässig. Und dann erntete Honda auch noch für seinen Motorwechsel-Trick viel Spott.

22.08.2015 Tobias Grüner

Die FIA-Kontrolleure kamen in Spa gar nicht mehr mit dem Protokollieren der Motorenstrafen hinterher. Eigentlich sind 2015 nur noch 4 Triebwerke erlaubt. Weil Honda das erste Jahr wieder in der Formel 1 dabei ist, bekamen die Japaner noch ein Joker-Aggregat zugebilligt, das straffrei gewechselt werden durfte. Das reichte allerdings immer noch nicht aus.

In Belgien wurden bereits die Antriebseinheiten 7 und 8 bei Jenson Button und Fernando Alonso eingebaut. Mit den einzelnen Antriebselementen akkumulierten die Piloten eine Rückstufung in der Startaufstellung von insgesamt 105 Plätzen. "Dafür sollten wir einen Kuchen zur Feier bekommen. Das ist immerhin ein neuer Weltrekord", flüchtete sich Alonso in Galgenhumor. Auch von den Fans gab es in den sozialen Netzwerken jede Menge Spott.

Mit dem doppelten Wechsel verschaffte sich McLaren immerhin etwas Luft für den Rest der Saison. Im Motoren-Pool sind nun wieder zwei frische Aggregate. Weiter als bis ans Ende des Feldes kann es bei einem Rennen bekanntlich nicht gehen. Nach einer Regeländerung in dieser Saison werden Strafen nicht mehr auf mehrere Rennen übertragen.

Start am Ende des Feldes ist Strafe genug

"Natürlich kann man immer darüber diskutieren, welche Strafe fair ist. Meiner Meinung nach ist eine Versetzung ans Ende des Feldes hart genug", so Teamchef Eric Boullier. "Die komplizierte alte Regel mit Stop-and-Go- und Durchfahrtsstrafen, die von Ingenieuren entwickelt wurde, ist zum Glück abgeschafft."

Mit dem Wechsel des Motors hatte Honda auch 3 Token eingelöst. Yasuhisa Arai, der Sportchef der Japaner, hatte vorher angekündigt, dass man mit dem Update in Sachen Power auf Ferrari-Niveau liegen wird. Doch davon war an der Strecke nichts zu sehen. McLaren war in den Top-Speed-Tabellen weit von der Konkurrenz entfernt. Dazu kamen immer wieder Probleme mit der Zuverlässigkeit.

"Ich habe das mit Ferrari nie so gesagt", verteidigte sich Arai. "Die Updates haben sich hier nicht so wirksam gezeigt wie erhofft, weil es keine leichte Strecke ist. Außerdem hatten wir in den Freien Trainings nicht viel Zeit, um die Updates zu evaluieren", so die Entschuldigung.

Button überrascht von McLaren-Rückstand

Den Piloten war der Frust jedoch darüber anzumerken, dass es nicht so schnell vorangeht, wie versprochen: "Ich hatte eigentlich eine gute Runde im Qualifying", erklärte Button. "Als ich dann gesagt bekam, dass mir mehr als eine Sekunde nach vorne fehlt, war ich schon etwas überrascht. Aber die anderen entwickeln auch weiter. Force India hat einen Schritt gemacht. Und Sauber hat einen neuen Motor bekommen, der mehr Leistung hat."

Button hat die Hoffnung aber noch nicht verloren: "Das ist einer der schwersten Kurse für uns. Auch Monza wird hart. Ich hoffe aber, dass es in Singapur wieder etwas besser geht." Teamchef Boullier flüchtet sich in Durchhalteparolen: "Wir haben die Geduld mit Honda nicht verloren und sind glücklich, sie als Partner zu haben. Natürlich sind wir nicht dort, wo wir gerne sein würden. Aber wir arbeiten hart daran, das zu ändern.

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