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Hamilton und Button

McLaren muss Reifen-Rätsel lösen

Formel 1-Training, Barcelona, 11.05.2012 Foto: Grüner 88 Bilder

Jenson Button konnte am ersten Trainingstag von Barcelona die Bestzeit setzen. Trotzdem sah man im McLaren-Camp viele Fragezeichen. Reifen und Setup machten nicht das, was die beiden Piloten erwarteten. Nun ist Datenstudium angesagt.

11.05.2012 Tobias Grüner

Normalerweise probiert man im Freien Training verschiedene Dinge aus, um Antworten zu bekommen. Bei McLaren kamen am Freitag aber mit jedem Run neue Fragen dazu. Es schien, als wären Jenson Button und Lewis Hamilton mit zwei verschiedenen Autos unterwegs gewesen. Vor allem die Reifen bereiten dem Team aus Woking Kopfzerbrechen.

"Wir versuchen immer noch, die Reifen zu verstehen. Ich habe sie immer noch nicht kapiert", gab Button anschließend zu. "Das Auto funktioniert auf den weichen Reifen gut. Aber die harten Reifen bekomme ich einfach nicht zum Arbeiten. Ich bekomme da einfach nicht genug Temperatur rein. Das müssen wir für Sonntag noch hinbekommen."

Button kämpft mit den harten Reifen

Der Weltmeister von 2009 fuhr zwar die Tagesbestzeit, aber in den Longruns konnte er nicht mit seinem Teamkollegen mithalten. Eine Setup-Änderung brachte nur kurz Hoffnung. "Vor dem zweiten Run haben wir etwas geändert und sind direkt eine halbe Sekunde schneller geworden. Nach einem Run mit den weichen Reifen bin ich dann wieder auf die harten gewechselt. Und dann ging wieder nichts. Vielleicht wird es am Sonntag mit etwas mehr Gummi auf der Strecke besser. Aber gleichzeitig soll es auch kühler werden. Das könnte schwierig werden."

Auf den weichen Reifen fühlte sich Button deutlich wohler. "Der war klar schneller bei mir. Der Unterschied hat sich riesig angefühlt. Bei Lewis war es aber genau andersherum. Da hat es fast so ausgesehen, als wäre der härtere Reifen schneller. Das ist seltsam. Normalerweise mag ich mehr einen stabilen Reifen. Aber hier kommt mir der weiche irgendwie entgegen. Da müssen wir noch herausfinden, warum das so ist."

Hamilton mit Setup-Problemen

Hamilton konnte die Probleme seines Teamkollegen nicht nachvollziehen. "Ich habe auf den harten Reifen den besten Longrun des Jahres gefahren. Der war schnell und die Reifen haben ewig gehalten. Ich kann dafür den Vorteil der weichen Reifen nicht nutzen. Da holt Red Bull eine halbe Sekunde mehr als wir."

Neben den Reifen bereitete Hamilton auch das Setup Sorgen. Der Weltmeister von 2008 war häufig neben der Ideallinie zu sehen. "Das war alles etwas inkonstant heute. Die Balance hat sich von Kurve zu Kurve verändert. Es ist etwas schwer zu sagen, woran es genau liegt. Wir müssen jetzt in die Daten schauen und versuchen, die größten Probleme für morgen zu beheben. Die Getriebeübersetzung passt auch noch nicht ganz."

Hamilton hatte in der Früh beide Nasen im direkten Vergleich gegeneinander ausprobiert. "Im Auto fühlt man aber eigentlich keinen richtigen Unterschied", zuckte der Brite anschließend mit den Schultern. Laut Teamkollege Button seien die neuen Teile aber auf jeden Fall ein Fortschritt. "Wenn die Reifen funktionieren, spürt man die Updates. Wenn nicht, ist man im Niemandsland."

Überraschender Sieger am Sonntag?

Beide McLaren-Piloten sind fest davon überzeugt, dass sie trotz der Probleme am Sonntag wieder um den Sieg kämpfen. Wer der größte Gegner ist, wissen sie aber noch nicht. "Die Lotus sehen sehr schnell aus im Longrun. Aber auch die Sauber und Willims waren gut", analysierte Button die Zeiten. "Da gibt es Autos, die man vielleicht nicht vorne erwarten würde."

Überraschungen sind also auch in Barcelona nicht ausgeschlossen: "Wenn man von den Überseerennen nach Europa kommt, hat man normalerweise immer schon ein ganz gutes Gefühl dafür, welche Autos schnell sind. In dieser Saison ist das nicht so. Da gibt es immer noch so viele Unbekannten."

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