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Neuer Silberpfeil präsentiert

Update + + Als zweites Formel 1-Team nach Ferrari hat McLaren am Montag (7.1.) seinen neuen Silberpfeil präsentiert. Vor geladener Prominenz im Mercedes Museum in Stuttgart stellten die Piloten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen den MP4-23 der Öffentlichkeit vor.

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Dafür, dass es zuerst eigentlich gar keine offizielle Vorstellung geben sollte, fiel die Party letztendlich doch ziemlich groß aus. Von schwäbischer Zurückhaltung war in Stuttgart-Untertürkheim jedenfalls nicht viel zu spüren. Im Beisein von Formel 1-Boss Bernie Ecclestone, Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Günther Oettinger, dem britischen Botschafter Sir Michael Arthur und rund 700 Mercedes-Benz Mitarbeitern feierte der deutsch-britische Rennstall die Präsentation seines neuen Rennboliden. Vielleicht lag es aber auch am 23. Geburtstag von Lewis Hamilton, dass die Party etwas größer ausfiel.

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Silberpfeil zum Geburtstag

Der Mercedes-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche gratulierte seinem jungen Piloten und machte ihm mit dem MP4-23 ein wohl einzigartiges Geburtstagsgeschenk: "Als ich so alt war habe ich leider kein Formel 1-Auto geschenkt bekommen. Eigentlich war ich sogar von einem normalen Auto noch relativ weit entfernt", bedauerte Zetsche. Hamilton selbst sah sein neues Spielzeug jedoch weniger als Geschenk an, sondern mehr als neues Arbeitsgerät. Er dürfe es ja schließlich nicht behalten.

Dieses silberne Arbeitsgerät des Jahrgangs 2008 zeichnet sich im Vergleich zum Vorgänger allerdings nicht gerade durch radikale Veränderungen aus. "Vielmehr haben wir eine konstante Weiterentwicklung durchgeführt“, erklärte Teamchef Ron Dennis der versammelten Presse. Wie schon bei Ferrari liegen die größten Veränderungen im Verborgenen. Der MP4-23 verfügt über ein neues Getriebe, das seit April 2007 unter Federführung von Mercedes in Stuttgart entwickelt wurde.

Besonderer Fokus wurde beim neuen Auto auch auf die Gewichtsverteilung gelegt: "Wir haben jetzt die Balance, die wir uns schon in der letzten Saison gewünscht hatten", freute sich McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. Die Veränderungen sollen vor allem dabei helfen, die Schwachpunkte 2007 auszumerzen. Whitmarsh gab zu, dass die Performance im Vorjahr vor allem bei Longruns und in schnellen Kurven zu Wünschen übrig ließ. 

Modifikation statt Revolution

Von außen lässt sich nur wenig Neues erkennen. Signifikante Unterschiede zum 2007er Modell finden sich vor allem über dem Helm des Piloten an der Airbox. Die britischen Aerodynamiker haben den oberen Lufteinlass nun noch weiter nach hinten von der Motorenabdeckung getrennt und auffällige Luftleitelemente eingefügt. Nach McLaren-Angaben soll sich außerdem auch der Radstand leicht geändert haben.

"Wir haben die Hausaufgaben gemacht. Aber wie gut das neue Auto auf der Strecke funktioniert wissen wir noch nicht", so Whitmarsh. "Wir sind uns aber sicher, dass der MP4-23 bereits schneller ist, als der Vorgänger beim Abschlussrennen in Brasilien." Die Simulationen geben McLaren scheinbar Grund für Optimismus. Und bis zum Auftakt 2008 in Melbourne kündigten die Ingenieure noch weitere Verbesserungen an. Ein Entwicklungs-Handicap durch die Spionage-Affäre sieht Whitmarsh dagegen nicht. "Der enge Meisterschaftskampf bis zum Saisonende hat die Teams viel mehr abgelenkt."

Schon am Dienstag (8.1.) geht es für McLaren auf die Teststrecke nach Jerez zum ersten Shakedown. Die Ehre der ersten Ausfahrt wird Testfahrer Pedro de la Rosa zuteil. Vielleicht ist die Jungfernfahrt auch eine kleine Entschädigung von McLaren dafür, dass man sich im letzten Moment doch für Heikki Kovalainen als neuen Teamkollegen von Lewis Hamilton entschieden hat.

Autor: tgr
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