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McLaren optimistisch

Hamilton plant Doppelsieg in Monza

Lewis Hamilton - GP Italien - Monza - 10. September 2011 Foto: xpb 61 Bilder

Obwohl Sebastian Vettel im Qualifying fast eine halbe Sekunde schneller war, hofft Lewis Hamilton darauf, dass McLaren im Rennen am Sonntag den ersten Doppelsieg der Saison feiern kann. Die Entscheidung soll am besten schon am Start fallen.

10.09.2011 Tobias Grüner

Man kann es selbstbewusst nennen. Lewis Hamilton nennt es einfach optimistisch. "Wir haben eine gute Chance auf unseren ersten Doppelsieg in dieser Saison", diktierte der McLaren-Pilot den anwesenden Journalisten nach dem Qualifying von Monza ins Mikrofon. Dabei hatte es nur wenige Minuten zuvor eine dicke Klatsche von Sebastian Vettel gegeben.

Von einer halben Sekunde Rückstand lässt sich der Weltmeister von 2008 aber nicht einschüchtern. "Jenson ist auf Platz drei, ich bin auf Platz zwei. Wir müssen beide nur einen Schritt nach vorne kommen."

Die größten Hoffnungen auf ein Überholmanöver legt das McLaren-Lager auf den Start. "Ich hoffe, dass beide vorbei sind, wenn sie aus der ersten Schikane kommen", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. Hamilton macht seinem Chef Hoffnungen. "Die Pole Position ist meiner Meinung nach nicht der beste Startplatz hier. Der Weg in die erste Kurve ist lang. Wir sind in der besseren Position."

McLaren-Piloten wollen Vettel-Plan durchkreuzen

Die beiden McLaren zeigten im Qualifying einen deutlich besseren Top-Speed. Sebastian Vettel setzt dagegen auf mehr Abtrieb und ein kürzer übersetztes Getriebe. "Sebastian denkt wohl, dass er das Rennen von der Spitze nach Hause fährt", erklärt Button die Strategie des Konkurrenten. "Aber wenn er jemanden überholen will, hat er ein Problem. Dann steckt er immer im Limiter. Das ist ein Pokerspiel. Mal sehen, was wir dazu beitragen können."

Beide Piloten sind überzeugt, dass man das Red Bull-Tempo mitgehen kann. "Wir waren das ganze Wochenende schnell unterwegs und haben eine gute Pace auf den Longruns", gibt sich Jenson Button selbstbewusst. "Jenson hat in Spa gezeigt, dass die Rennen lang sind. Egal wie der Start läuft, wir werden uns auf jeden Fall bis zum Ende einen Kampf liefern", fügt Hamilton hinzu.

Hamilton verzichtet auf Reifenjoker

Beinahe hätte Hamilton im Rennen noch einen weiteren Joker in der Hinterhand. In der zweiten Quali-Runde wollte der Brite eigentlich mit dem härteren aber langsameren Reifen durchkommen, um sich einen frischen Satz weicher Gummis für das Rennen zu sparen. "Lewis wollte das Risiko eingehen. Und er hätte Recht behalten. Es hätte gereicht", erklärte Teamchef Whitmarsh später.

Doch um auf Nummer sicher zu gehen, schickte die Teamleitung den Piloten noch einmal mit den weichen Reifen auf die Bahn. Whitmarsh verteidigt die Entscheidung: "Meiner Meinung nach war es das Risiko nicht wert. Ich bedaure das nicht. Es war einfach schwer vorherzusehen. Vier oder fünf Autos hätten sich noch nach vorne schieben können."

Auch Hamilton konnte sich schnell damit abfinden: "Ich bin froh, dass wir noch einmal rausgegangen sind. Der Gewinn wäre nicht so groß gewesen. Ich hätte in einem langen Rennen vielleicht ein oder zwei Runden mehr auf einem weichen Reifen fahren können. Das ist sicher nicht so hilfreich wie ein Startplatz deutlich weiter vorne. Das war bei uns in der Garage etwas wie ein Roulette. Rot oder Schwarz - rausgehen oder nicht. Das war eine schwierige Entscheidung."

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