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McLaren-Piloten

Button im Sommer, Hamilton im Winter

F1 Helme - Button & Hamilton 2012 Foto: xpb 42 Bilder

Die McLaren-Ingenieure mussten über den Winter buckeln. Lewis Hamilton und Jenson Button kamen gut erholt aus ihrem Urlaub zurück. Der eine früher, der andere später. Während Jenson Button sich in die Simulator-Arbeit stürzte, betrieb Hamilton Kopfarbeit. Er versuchte das Chaos in seinem Kopf zu ordnen.

01.02.2012 Tobias Grüner

Unterschiedlicher können zwei Rennfahrer nicht sein. Auf der einen Seite Jenson Button, die Lockerheit in Person. Auf der anderen Lewis Hamilton, der auch in seinem sechsten McLaren-Jahr immer noch wie ein Kunstprodukt wirkt. Während Button spontan rüberkommt, wirken viele Sätze bei seinem Teamkollegen einstudiert.

Button relativiert: "Wir haben zwar einen unterschiedlichen Fahrstil, wählen aber meistens das gleiche Setup." Die McLaren-Piloten kamen frisch gestählt aus dem Urlaub zurück. Jenson Button fuhr im Dezember in die Sonne und meldete sich am 5. Januar im grauen England wieder zum Dienst. "Ab da war ich fast täglich in der Fabrik oder im Simulator. Wenn du einen Monat lang von der Formel 1 abschaltest, kannst du es gar nicht mehr erwarten, wieder im Auto zu sitzen. Da merkst du dann, wie sehr du das Fahren vermisst."

Hamilton ohne Sehnsucht nach McLaren

Lewis Hamilton bekam Extra-Urlaub von McLaren. "Ich habe das Gegenteil von Jenson gemacht", erzählt McLarens Sorgenkind. "Er war im Sommer, ich im Winter. Den habe ich mit Freunden in Colorado verbracht." Er habe die Zeit zum Abschalten gebraucht, berichtet der Weltmeister von 2008. An die Formel 1 verschwendete er nur wenig Gedanken. "Ich hatte keine Sehnsucht nach meinem Auto."

Hamilton bereitete sich nach den schlechten Erfahrungen vom letzten Jahr anders auf die neue Saison vor. "Vor einem Jahr war ich übertrainiert. Deshalb habe ich das Training etwas zurückgefahren und versucht meine Gedanken im Kopf neu zu ordnen."

Angriff auf Red Bull-Dominanz

Einig sind sich die beiden McLaren-Stars über das, was sie im neuen Jahr erwartet. "Red Bull wird wieder stark sein. Die werfen ein paar Regeländerungen nicht um", prophezeit Hamilton. Button fügt hinzu: "Es macht keinen Sinn, sich Gedanken über die anderen zu machen. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren."

Mit Button und Hamilton hat McLaren zwei der sechs Weltmeister am Start. Hamilton findet, dass es genug sind. "Ich brauche am Ende des Jahres keinen neuen Weltmeister." Button grinst zurück: "Ich auch nicht." Der Vize-Weltmeister des letzten Jahres ist bei McLaren angekommen. "Im meinem dritten Jahr im Team kann ich sagen, dass ich Teil der Familie bin."

Kollege Hamilton gehört bereits zum Inventar. Er fährt 2012 seine sechste Saison für den Rennstall aus Woking. "Und für mich ist es, als wäre es gestern gewesen, als ich Ron Dennis im Alter von zehn Jahren erklärt habe, dass ich einmal für sein Team fahren möchte." Ein braun gebrannter Dennis nickte gefällig aus der ersten Reihe im Auditorium.

McLaren-Ingenieure im Winterstress

Die Ingenieure von McLaren sahen eher blass um die Nasenspitze aus. Geschäftsführer Jonathan Neale bedauert, dass keiner aus dem Konstruktionsbüro den Luxus gehabt hätte, wie die Fahrer in den Urlaub zu gehen. "Für uns werden die Winter härter und härter. Die Saison dauert bis Ende November. Das nimmt uns am Anfang des Winters einen Monat weg. Die Testfahrten fangen später an. Das reduziert die Zeit vom ersten Test bis zum Saisonbeginn. Leider bleibt die Arbeit die gleiche."

Button zeigte Verständnis. "Unser Dank geht an die Techniker. Während ich am Strand gelegen bin, habe sie die Sonne wahrscheinlich kein einziges Mal gesehen."

McLaren-Testplan 2012:

Jerez
7./8. Februar - Jenson Button
9./10. Februar - Lewis Hamilton

Barcelona
21./22. Februar - Lewis Hamilton
23./24. Februar - Jenson Button

Barcelona
1./3. März - Jenson Button
2./4. März - Lewis Hamilton

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