Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

McLaren muss umdisponieren

Pirelli-Reifentest in Aragon statt Austin?

McLaren Garage GP Deutschland 2013 Foto: McLaren 14 Bilder

Die FIA hat McLaren und Pirelli den Reifentest in Austin verboten. Auf Anraten der Rechtsabteilung. Team und Reifenhersteller suchen nun einen neuen Ort. Als eine Möglichkeit wurde Aragon in Spanien ins Auge gefasst. Dort fand letzte Woche der MotoGP-Lauf statt.

04.10.2013 Michael Schmidt

Die Idee kam von Pirelli. Der italienische Reifenhersteller schrieb alle Teams mit der Frage an, ob sie nicht Interesse an einem Reifentest am 20. und 21. Oktober in Austin hätten. McLaren sagte sofort zu. Alle anderen lehnten ab. Als Pirelli dann die Teams darüber informierte, dass McLaren den Test durchführen wolle, regte sich bei der Konkurrenz Widerstand.

Sie witterten einen Vorteil für McLaren, weil nur drei Wochen später der GP USA in Austin stattfindet. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hält diese Sorgen für unbegründet: "Wir fahren mit dem 2011er Auto 2014er Reifen, und wir haben uns sofort bereit erklärt, bei diesem Test nicht unsere Rennfahrer einzusetzen. Damit nicht eines der anderen Teams einen Vorteil für uns hineininterpretieren kann."

Rechtsabteilung der FIA hat Bedenken

Der Test wurde von der FIA schließlich abgesagt. Das hat aber nichts mit den Protesten der anderen Teams zu tun. Der Grund waren Bedenken der Rechtsabteilung. Grundsätzlich wäre der Test legal. Er erfüllt die Vorgaben des Sportgesetzes. Das Problem ist der Vertrag zwischen Pirelli und der FIA.

Darin steht, dass Pirelli allen Teams gleiche Bedingungen garantieren muss. Die FIA-Anwälte hatten Sorge, dass ein Test drei Wochen vor dem Grand Prix juristisch als Vorteilsnahme gesehen werden könnte. Außerdem konnte McLaren so schnell zusagen, weil der MP4-26 von 2011 ohnehin für eine Demofahrt in den USA gebucht war. Auch das hätte ein Konkurrenzteam als unfairen Vorteil werten können.

Barcelona, Paul Ricard oder Aragon?

McLaren und Pirelli suchen jetzt nach einem Ersatzort. Jerez gefällt Pirelli nicht, weil der Asphalt zu aggressiv ist und man über die Reifen nicht allzu viel lernt. "In Barcelona und Paul Ricard ist es Ende Oktober möglicherweise schon zu kalt. Pirelli will aber bei wärmeren Temperaturen testen. Das ist aussagekräftiger für die Reifenentwicklung", erklärt Whitmarsh.
 
Auf der Suche nach einer geeigneten Rennstrecke südlich von Barcelona sind McLaren und Pirelli fündig geworden. Whitmarsh bestätigt, dass man über eine Austragung des Reifentests in Aragon nachdenkt. Dort lief am vergangenen Wochenende der 14. Lauf der MotoGP.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden