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McLaren-Pleite in Melbourne

Honda muss Leistung drosseln

Kevin Magnussen - McLaren - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2015 Foto: xpb 24 Bilder

McLaren startet den GP Australien aus der letzten Startreihe. Mehr als 5 Sekunden fehlten auf die Pole Position-Zeit von Lewis Hamilton. Nach den verkorksten Testfahrten kommt die Pleite für das Team nicht unerwartet. Vor allem Motorenpartner Honda kämpft mit vielen Problemen gleichzeitig.

14.03.2015 Tobias Grüner

Vor 12 Monaten fuhren Jenson Button und Kevin Magnussen noch die Plätze 2 und 3 beim Auftaktrennen nach Hause. Jetzt muss das McLaren-Duo in Melbourne hoffen, im Rennen überhaupt die Zielflagge zu sehen. Beim Honda-Comeback scheint ein massiver Fehlstart kaum noch zu verhindern.

"Wir haben bei den Testfahrten einfach nicht genügend Kilometer geschafft", so Teamchef Eric Boullier zu den Gründen für das schwache Abschneiden. "Wir hatten bis zum letzten Testtag Probleme und konnten das Potenzial des Autos nie ausschöpfen. Es war für uns schon gut, dass wir hier in Melbourne an allen Sitzungen teilnehmen konnten. Dafür mussten wir aber Kompromisse eingehen."

Temperaturen zu hoch für Honda-Motor

Offenbar hat Motorenpartner Honda ordentlich Power geopfert, damit das Auto überhaupt läuft. Die Quittung war auf dem Zeitenmonitor deutlich zu erkennen: Zum zweitschlechtesten Team Force India fehlen 1,5 Sekunden. Das Ziel, diese Saison noch um Siege zu kämpfen, ist in weiter Ferne. Die Pole Position-Zeit von Lewis Hamilton war 5 Sekunden entfernt.

Honda-Sportdirektor Yasuhisa Arai erklärte, wo das Problem liegt: "Wir hatten bei den Testfahrten leider nicht so viel Erfahrung mit höheren Temperaturen sammeln können. Da wir uns so früh in der Saison keinen Motorschaden leisten können, haben wir sehr konservative Einstellungen in Sachen MGU-K und Motorl gewählt." Sprich: Honda hat die Leistung runtergedreht.

Das Qualifying wurde bei 27°C gestartet. In 2 Wochen in Malaysia könnte es noch einmal deutlich wärmer werden. "Wir haben die Probleme erkannt und hoffen bis dahin eine Lösung gefunden zu haben", so der Japaner vorsichtig.

Rennen für McLaren eine Testfahrt

McLaren scheint nun für das ambitionierte Autokonzept mit kleinen Kühlern und einer kompakten Bauweise zu bezahlen. Statt sich nur auf die Entwicklung des Motors zu konzentrieren, muss McLaren an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten.

"Alles ist neu an diesem Auto", verteidigt Pilot Jenson Button. "Wir brauchen jemand, der Mercedes herausfordert. Wir haben alle Möglichkeiten dazu, da bin ich überzeugt. Honda weiß, wie man Rennen gewinnt. Wir brauchen jetzt Geduld. Wir müssen Fortschritte machen. Aber wir werden nicht bei jedem Rennen 2 Sekunden schneller werden. Es wird wohl noch einige Wochen so weiter gehen."

McLaren hat bisher noch keine Renndistanz geschafft. Es ist ungewiss, ob die Autos in Melbourne überhaupt die Zielflagge sehen. Die Erwartungen von Kevin Magnussen sind gedrückt: "Natürlich will jeder im Rennen um gute Platzierungen kämpfen. Für uns ist der Grand Prix allerdings vor allem eine Testfahrt. Wir müssen noch viel lernen."

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