Nächstes Rennen: 18. März 2012
GP Australien

McLaren: Rückendeckung für Dennis

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh hat Ron Dennis Loyalität zugesichert. "Es ist ausschließlich - und ich betone ausschließlich - seine Entscheidung, ob er eine andere Rolle will", wurde Whitmarsh am Montag (3.3.) von der britischen Tageszeitung "The Guardian" zitiert.

Der McLaren-Geschäftsführer sagte demnach, dass weder auf ihm selbst Druck laste, noch von ihm ausgeübt werde. "Ich bin seit 19 Jahren bei McLaren, und ich bin unglaublich geduldig", sagte Whitmarsh laut "Guardian". Er habe nicht vor, Dennis in den Rücken zu fallen. Whitmarsh gilt als Nachfolger Nummer eins, sollte Dennis wie von internationalen Medien spekuliert wird, seinen Posten bei McLaren und als Teamchef des britisch-deutschen Formel-1-Rennstalls McLaren-Mercedes abgeben.

Hamilton ganz entspannt

Der britische Pilot Lewis Hamilton will sich so kurz vor dem WM-Auftakt von den Spekulationen um eine Veränderung an der Spitze seines Teams nicht ablenken lassen. "Wenn Ron gehen will, dann geht er halt", sagte der Vizeweltmeister in einem Interview mit dem Magazin "Focus". Whitmarsh mache auch einen tollen Job. Zudem haben er einen Vertrag mit McLaren-Mercedes unterzeichnet, nicht mit McLaren. "Mein Partnerschaft mit Mercedes-Benz ist absolut genauso stark wie meine Partnerschaft mit McLaren. Bei diesem Thema bin ich ganz entspannt."

Die Spekulationen um einen möglichen Rückzug von Dennis nahmen zwei Wochen vor dem Saisonstart mit dem Großen Preis von Australien zu, nachdem neben der Firmenzentrale in Woking unter anderem auch sein Haus in der vergangenen Woche durchsucht worden war. Dabei ging es um Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft in Modena wegen des Vorwurfes der Industriespionage.

Hintergrund ist die Affäre aus dem vergangenen Jahr, als der ehemalige McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan in den Besitz von Ferrari-Unterlagen gekommen war. Diese soll er vom Ex-Chefmechaniker der Scuderia, Nigel Stepney, erhalten haben. Sportgerichtlich waren die Silberpfeile mit 100 Millionen US-Dollar und mit dem Abzug aller Konstrukteurspunkte bestraft worden.

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dpa

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