Es war eine logistische Meisterleistung: Noch vergangene Woche wurde der MP4-23 im englischen Woking zusammengeschraubt, bevor er am Montag im Stuttgarter Mercedes Museum feierlich der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Nur zwei Tage später rollte das silberne Arbeitsgerät von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen dann erstmals aus der Garage im spanischen Jerez.
Die Ehre der Jungfernfahrt wurde Pedro de la Rosa zuteil, der die Strecke zum vormittäglichen Shakedown ganz für sich alleine hatte. Nachdem der Testfahrer von McLaren bei der Wahl des neuen Teamkollegen von Hamilton nicht berücksichtigt wurde, dürfte die erste Ausfahrt wenigstens eine kleine Entschädigung sein.
Ausgiebige Tests in Jerez
Auch der zweite Silberpfeil mit Kovalainen am Steuer kam am Nachmittag zum Einsatz. Bis zum Freitag darf McLaren in Jerez noch ganz alleine testen, bevor in der kommenden Woche dann zehn weitere Teams anreisen. Auch Lewis Hamilton wird ab Donnerstag in Spanien Entwicklungsarbeit leisten und weiter versuchen, sich an das neue Auto und das Fahren ohne Traktionskontrolle zu gewöhnen.
Der Silberpfeil zeigte sich schon bei seiner ersten Ausfahrt leicht verändert gegenüber der Vorstellung in Stuttgart. Anstelle des konventionellen Frontflügels fuhr De la Rosa mit der aus der vergangenen Saison bekannten Doppeldecker-Konstruktion über der Nase. Bei der Präsentation wollte McLaren den Mercedes-Stern auf der Front nicht verdecken.



