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McLaren-Chef Martin Whitmarsh

Update nimmt zweiten Anlauf in Hockenheim

Jenson Button - GP England 2010 Foto: McLaren 16 Bilder

Nachdem das Silverstone-Training mit dem missglückten Aero-Paket in die Hosen gegangen war, belegten die beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button im Rennen noch die Plätze zwei und vier. Schon in Hockenheim soll das Technik-Update erneut getestet werden.

13.07.2010 Michael Schmidt

Für McLaren-Mercedes war es ein ereignisreicher GP England. Am Freitagabend wurde das Aerodynamikexperiment mit dem "angeblasenen Diffusor" nach zwei Testeinheiten wieder abgeblasen. In der Nacht zum Samstag bauten die Mechaniker die Autos auf den alten Stand zurück. Nur der neue Frontflügel blieb dran.

McLaren betreibt erfolgreich Schadensbegrenzung

Die Quittung gab es im Abschlusstraining. Jenson Button landete nur auf Startplatz 14. Kollege Lewis Hamilton zeigte eine Meisterleistung. Obwohl sein McLaren in der Kürze der Zeit nicht perfekt ausbalanciert werden konnte, fuhr sich der farbige Engländer auf Platz vier vor. "Es war die Runde meines Lebens", jubelte Hamilton.

Am Ende der 52 Runden von Silverstone strahlten beide McLaren-Piloten. Platz zwei und vier war mehr als nur Schadensbegrenzung. Trotz der Dominanz der Red Bull führt McLaren beide Meisterschaften an. In der Teamwertung verlor man in Summe nur einen Punkt auf den WM-Gegner. Was wieder einmal zeigte: McLaren nutzt seine Chancen optimal. Auch wenn es einmal nicht nach Plan läuft.

McLaren-Piloten im Rennen stark

Im Rennen stimmten auch die Rundenzeiten. Lewis Hamilton konnte den siegreichen Red Bull von Mark Webber immer am Horizont noch sehen. "Lewis ist ein super Rennen gefahren", lobte Webber, "aber ich hatte heute den Luxus des besseren Autos." Jenson Button machte zehn Plätze gut. Dank eines Blitzstarts, einer guten ersten Runde und kluger Strategie. McLaren holte Button erst in Runde 21 zum Reifenwechsel an die Box. Seine Gegner wurden sechs bis neun Runden früher abgefertigt. So gewann der Weltmeister zwei weitere Positionen.

"Erst wollten wir auch möglichst früh zum Reifenwechsel kommen", erzählt Teamchef Martin Whitmarsh. "Michael Schumacher hat uns daran gehindert. Er war schon in Runde 11 dran, und alle sind ihm gefolgt. Dadurch ergab sich für Jenson freie Fahrt, und da seine Zeiten auf den weichen Reifen gut waren, haben wir uns entschieden, ihn so lange fahren zu lassen, wie es geht."

Update-Paket kommt in Hockenheim erneut zum Einsatz

Insgesamt zeigte auch das Heimspiel in Silverstone das gewohnte Bild im Duell Red Bull gegen McLaren. Der Vorsprung der Red Bull im Training ist deutlich größer als im Rennen. "Unser neues Aerodynamikpaket sollte unser Trainingsmanko beseitigen, doch leider ging der Schuss nach hinten los", bedauerte Whitmarsh. Er gab zu: "Wir wollten zu viel auf einmal. Die Strecke von Silverstone war vielleicht zu anspruchsvoll für so ein Experiment. Wir werden es jetzt in Hockenheim noch einmal versuchen."

Trotzdem bedauert der McLaren-Chef den überstürzten Einsatz der Entwicklungsstufe nicht. "Wir konnten wertvolle Daten sammeln. Dadurch dass wir am Freitag mit dem neuen und am Samstag mit dem alten Auto gefahren sind, haben wir sogar echte Vergleichswerte. Lewis wollte zwar auch im Rennen mit dem neuen Paket fahren, aber rückblickend muss ich sagen, dass er damit nicht schneller gewesen wäre. Es war einfach noch zu unausgereift."

Martin Whitmarsh: "Gut, dass wir es gemacht haben"

Obwohl McLaren trotz der massiven Umbauten während des Wochenendes und der damit verbundenen Beeinträchtigung der Abstimmungsarbeit Federn lassen musste, waren die Verantwortlichen im Team froh, den Schritt gewagt zu haben. Er hat sie nur einen WM-Punkt auf den WM-Kontrahenten gekostet, ihnen aber jede Menge Erfahrung beschert. Whitmarsh war nach dem GP England in Feierlaune: "Gut, dass wir es gemacht haben. Wir haben mehr daraus gelernt, als wenn wir darauf verzichtet hätten."

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