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McLaren

Theoretische Führung

Foto: dpa 31 Bilder

Die Überlegenheit von Renault entspringt nicht der eigenen Stärke, sondern der Schwäche von McLaren-Mercedes. Wäre der silberne Renner etwas zuverlässiger, würde Kimi Räikkönen die Weltmeisterschaft anführen.

15.07.2005

So gut waren die WM-Chancen des Teams McLaren-Mercedes seit 1999 nicht mehr. Mit einem überlegenen Auto und einem überragenden Kimi Räikkönen hätte der Titel 2005 gut und gerne an Silber gehen können, doch für den Finnen ist die britisch-deutsche Equipe zugleich Spungbrett und Mühlstein um den Hals.

Die fehlende Zuverlässigkeit seines Autos kostet Kimi Räikkönen vermutlich seinen ersten WM-Titel. In den dreieinhalb Jahren, die er für die Silbernen fährt, liegt seine Ankunftsquote in 61 Rennen bei gerade einmal 63 Prozent. Zum Vergleich. Bei 44 Rennen für Renault kam Fernando Alonso bei 75 Prozent aller Rennen ins Ziel. Bei Räikkönen liegt die Fehlerquote bei acht Prozent, bei Alonso sind es neun. Die Mehrzahl der Ausfälle ist bei beiden auf Defekte zurückzuführen.

Fehlerquote: 1:1

2005 sieht die Statistik auf dem Papier gnädig aus. Abgesehen von einem Antriebswellenschaden in Imola fiel Räikkönen lediglich nach dem selbstverschuldeten Aufhängungsbruch am Nürburgring aus. Fernando Alonso stopfte bei seinem einzigen Fahrfehler seinen Renault in Montreal in eine Mauer. So verloren die beiden WM-Besten jeweils zehn Zähler durch eigenes Verschulden.

Räikkönen hat 26 Punkte Rückstand, dabei könnte er die Tabelle anführen. Eine Panne beim Boxenstopp in Malaysia und der folgende Reifenschaden kostete ihn Rang drei. Er kam als Neunter ins Ziel. Ohne den Antriebswellenschaden in Imola wäre Räikkönen um zehn Punkte reicher, weitere zwei Siege und somit zusätzliche sechs Zähler gingen ihm in Frankreich und England durch zwei Motorschäden im Training und die damit verbundenen schlechten Startplätze verloren.

Hätte Räikkönen besagte drei Rennen gewonnen, würden Fernando Alonso sechs Punkte auf seinem Konto fehlen. Im Idealfall könnte Kimi Räikkönen die WM mit zwei Punkten anführen. So liegt er mit 26 Punkten im Rückstand - ein kaum aufzuholender Rückstand.

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