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McLaren & Ferrari

Hilft nur Regen gegen Red Bull?

Ferrari - GP Brasilien - 26. November 2011 Foto: xpb 65 Bilder

Red Bull brachte zum siebten Mal in dieser Saison beide Autos in die erste Startreihe. Das zeigt trotz der knappen Abstände die Überlegenheit des Meisterautos auf diesem Typ Rennstrecke. Die Verfolger hoffen jetzt auf Regen. McLaren, weil Jenson Button beide Regenrennen des Jahres gewann. Ferrari, weil Regen immer neue Chancen eröffnet.

26.11.2011 Michael Schmidt

In Interlagos zählt eine Zehntelsekunde wie 0,3 Sekunden anderswo. Der Kurs mit der kürzesten Rundenzeit im Feld ist nicht besonders selektiv. Nirgendwo sonst sind die Abstände so gering. Trotzdem hängte Trainingskönig Sebastian Vettel den besten McLaren um 0,365 Sekunden und den besten Ferrari um 0,673 Sekunden ab.

Red Bull verzichtet wieder auf Top Speed

Auch Mark Webber lag klar vor der Konkurrenz. Dabei verhungerten die beiden Red Bull auf der Geraden fast. Sie kamen nicht einmal über die 300 km/h-Schallmauer. Die McLaren und Ferrari wurden um sieben km/h schneller gestoppt.

Muss man sich deshalb um Red Bulls Verfolger im Hinblick auf ein mögliches Regenrennen am Sonntag Sorgen machen? Oder haben McLaren und Ferrari hoch gepokert und hoffen jetzt auf ein Trockenrennen? Jenson Button winkt ab: "Da steckt kein Geheimnis dahinter. Wir fahren schon maximalen Abtrieb und haben nicht mehr. Deshalb sollten wir für ein Regenrennen auch gut gerüstet sein."

McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa analysiert: "Red Bull kann auf diesem Typ Rennstrecke offenbar noch Abtrieb draufpacken. Der Abtrieb wird aber nicht besonders effizient gewonnen, was man an den Top-Speeds erkennt." Der Mittelsektor von Interlagos mit insgesamt acht Kurven gibt de la Rosa Recht. Vettel und Webber flogen der Konkurrenz dort davon.

Alonso und Button setzen auf Regen

Fernando Alonso betet um Regen: "Das ist unsere einzige Chance. Wenn es trocken bleibt, weiß ich jetzt schon, wo ich lande. Der Regen eröffnet allen Red Bull-Verfolgern neue Möglichkeiten." Button warnt: "Ob Regen oder Trocken: Red Bull wird schwer zu biegen sein."

Der 31-jährige Engländer setzt auf seine gute Regenstatistik. Button hat sowohl in Montreal als auch in Budapest gewonnen. Was seiner Meinung nach kein Indiz dafür ist, dass der McLaren auf nasser Piste besser funktioniert als der Red Bull. "Das ist aus meiner Sicht schwer zu sagen, weil ich keine Vergleichswerte habe. Sicher ist nur, dass es im Regen mehr auf das richtige Timing der Boxenstopps ankommt. Und da hatte ich schon zwei Mal das bessere Händchen."

Ein Trockenrennen käme Button noch aus einem anderen Grund ungelegen. "Ich habe mit den weichen Reifen Mühe hier. Die Lauffläche bewegt sich zu stark. Ich brauche ein Auto, das sich präzise fahren lässt." Auf den harten Sohlen stimmt das Tempo. Doch die sind zwischen einer halben bis zu einer Sekunde langsamer. Button bedauert: "Bei einem Trockenrennen werden wir die meiste Zeit auf den weichen Reifen fahren."

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