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McLaren und Ferrari

Kritik an Safety-Car-Regel

Foto: Wolfgang Wilhelm 56 Bilder

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh hat die Safety-Car-Regel kritisiert, die Auswirkungen auf das Rennergebnis bei der spektakulären Nacht-Premiere der Formel 1 in Singapur hatte.

01.10.2008

"Die gegenwärtigen Regeln beim Einsatz des Safety-Cars können bei einigen Fahrern Nachteile gegenüber anderen Piloten verursachen", sagte Whitmarsh in einem am Dienstag (30.9.) durch den Rennstall McLaren-Mercedes verbreiteten Interview. Es sei "ein bisschen Lotterie", so der Brite zweie Tage nach dem Grand Prix, "doch diese Dinge gleich sich normalerweise im Laufe einer Saison aus".

Montezemolo sieht Gesprächsbedarf

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo, dessen Fahrer Felipe Massa nach der peinlichen Pit-Stopp-Panne und Kimi Räikkönen nach einem Unfall ohne Fremdeinwirkung auf dem Stadtkurs leer ausgegangen waren, schimpfte derweil in der "Gazzetta dello Sport" über die Regel. Auf Strecken wie dieser, wo alles passieren könne, trage das Safety Car zum Spektakel bei. Das sei "beschämend" für die Formel 1. "Wir wollen darüber mit all den anderen Teams in den kommenden Wochen sprechen", kündigte Montezemolo an.

Nach den Eindrücken vom vergangenen Sonntag könnte er bei vielen auf offene Ohren stoßen. Unmittelbar nach dem Rennen hatte auch schon BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen die Abschaffung der Regel gefordert, nach der die Boxengasse teilweise während einer Safety-Car-Phase geschlossen ist und Pit-Stopps bestraft werden.

Kovalainen im Pech

Man habe Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen darauf hingewiesen, Sprit zu sparen, um nicht während der Safety-Car-Phase tanken zu müssen, schilderte Whitmarsh. "Danach haben wir beide Wagen auf einmal hereingeholt, als die Boxengasse geöffnet wurde. Dabei musste Heikki leider hinten anstehen, was zur Folge hatte, dass er im restlichen Rennen im Verkehr fest hing." Zudem sei problematisch gewesen, dass es unterschiedlich lange gedauert habe, bis die Sanktionen ausgesprochen worden seien. Der zweitplatzierte Nico Rosberg habe im Williams eine schnelle Runde nach der anderen bis zu seiner Stopp-and-Go-Strafe drehen können, die dadurch quasi neutralisiert worden sei.

WM-Spitzenreiter Hamilton hatte im viertletzten Saisonrennen mit zwei Safety-Car-Phasen den dritten Platz belegt und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf sieben Punkte gegenüber Verfolger Massa vergrößert. Den Sieg hatte sich der von Platz 15 aus in das Rennen gestartete Ex-Weltmeister Fernando Alonso im Renault vor Rosberg geholt. Man habe das Zahlenspiel perfekt gespielt und sei "aus unterschiedlichen Gründen von zwei Wagen geschlagen" worden, meinte Whitmarsh.

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