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McLaren-Teamchef Whitmarsh

Update-Potenzial erst zur Hälfte genutzt

Jenson Button Foto: xpb 25 Bilder

McLaren führt immer noch die Weltmeisterschaft an. Im Qualifying von Hockenheim waren Jenson Button und Lewis Hamilton aber nur die dritte Kraft. Doch für das Rennen haben die Chrompfeile noch einen Pfeil im Köcher.

24.07.2010 Tobias Grüner

Ferrari hat McLaren überholt - das war die wichtigste Erkenntnis des Qualifyings von Hockenheim. Am Sonntag stehen Jenson Button und Lewis Hamilton hinter den beiden Red Bull und den Ferrari nur in der dritten Reihe. Die Platzierung sei allerdings kein großer Beinbruch erklären die Piloten. Einzig der Abstand zur Spitze überraschte die beiden britischen Weltmeister.

Top-Speed soll im Rennen helfen

"Ich hatte eine gute Runde. Als ich über die Ziellinie gefahren bin, hätte ich nicht gedacht, dass ich sieben Zehntel hinter der Pole Position stehe", zuckte Jenson Button mit den Schultern. Für das Rennen ist der Engländer aber dennoch zuversichtlich. McLaren hat die Flügel etwas flacher gestellt, um mit einem guten Top-Speed auf der Geraden zu überholen.

"Wenn man sich die Top-Speed-Werte anschaut, dann erkennt man, dass wir etwas schneller als die Teams vor uns sind. Für das Qualifying ist das nicht unbedingt entscheidend, aber im Rennen kann das helfen", erklärte Button. Auch die Reifen und der Start werden über ein gutes Ergebnis entscheiden. "Wenn wir die Reifen am Leben erhalten, was bei wärmeren Temperaturen am Sonntag ein wichtiger Faktor werden kann, dann sollten wir unseren Speed-Vorteil auch nutzen können. Die erste Runde wird natürlich auch wichtig. Da muss man sich aus Problemen heraushalten. Danach kommt es nur noch auf die Strategie an."

Update-Paket funktioniert noch nicht perfekt

Auch Teamchef Martin Whitmarsh gibt sich nach der Niederlage im Qualifying kämpferisch. "Wir haben einen guten Top-Speed. Natürlich nicht so viel Abtrieb, wie es hier optimal wäre. Aber unser Setup für das Rennen gibt uns gute Möglichkeiten, die Spitzenteams herauszufordern." Whitmarsh gibt aber auch zu, dass er seine beiden Piloten gerne etwas weiter vorne gesehen hätte.

Das Update-Paket funktioniert nach dem Fehlschlag von Silverstone aber auch in Hockenheim noch nicht optimal. Der Regen am Freitag und der Unfall von Lewis Hamilton haben die Weiterentwicklung jedoch verlangsamt. "Wir sollten den Ausrutscher aber nicht als Entschuldigung für die Leistung im Qualifying anführen. Wir waren heute einfach nicht schnell genug", gibt Whitmarsh offen zu.

Angeblasener Diffusor funktioniert

Allerdings hat der Brite auch positive Erkenntnisse. Der angeblasene Diffusor, der in Hockenheim seinen ersten Renneinsatz bei McLaren absolviert, funktioniert endlich. Allerdings noch nicht so gut wie bei der Konkurrenz. "Wir haben diesbezüglich erst die Hälfte oder sogar noch ein bisschen weniger von dem, was möglich ist. Wir werden mit jedem Rennen mehr davon profitieren."

Whitmarsh ist sich sicher, dass der angeblasene Diffusor noch viel Potenzial birgt. "Nachdem man das System erst einmal zum Funktionieren gebracht hat, können die Aerodynamiker an den ganzen Details arbeiten: dem Unterboden, dem Auspuff und wie das alles mit den Reifen harmoniert. Wir verlassen dieses Wochenende mit vielen Informationen."

Alle vier Rennen eine Sekunde schneller

Der Teamchef kündigt weiterhin ein hohes Entwicklungstempo an. "Wenn man Weltmeister werden will, muss man das Auto in jedem Rennen weiterentwickeln. Wir müssen jedes Rennen ungefähr 0,25 Sekunden finden, also alle vier Rennen eine Sekunde schneller werden."

Bei der Entwicklung gehört Abkupfern mittlerweile zum Geschäft. Die Konkurrenz hat den F-Schacht bei McLaren kopiert. Dafür kopiert McLaren jetzt den angeblasenen Diffusor. Und auch bei Ferrari gibt es interessante Lösungen. "Wir haben noch einige andere Dinge an ihrem Auto entdeckt, die wir uns gerade anschauen. Sie haben den angeblasenen Diffusor entwickelt, der allerdings nicht die Antwort auf alle Fragen ist. Sie haben noch andere Features am Auto, die interessant sind. Die schauen wir uns an und entscheiden dann, was wir machen können."

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