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McLaren vertagt Fahrerentscheidung

Button und Magnussen müssen warten

Magnussen & Button - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2014 Foto: xpb 73 Bilder

McLaren hat sich bei einer Vorstandssitzung am Donnerstag (4.12.2014) nicht für eine Fahrerpaarung für die kommende Saison entscheiden können. Die Verpflichtung von Fernando Alonso gilt als offenes Geheimnis. Doch wegen der Hinhaltetaktik des Spaniers und McLaren keimen leichte Zweifel auf. Für Jenson Button und Kevin Magnussen geht die Hängepartie weiter.

05.12.2014 Andreas Haupt

Die Posse um die McLaren-Fahrerpaarung für das Jahr 2015 nimmt kein Ende. Zuerst wollte der zweiterfolgreichste Rennstall der Formel-1-Geschichte seine Entscheidung am Saisonende bekannt geben. Dann war vom 1. Dezember die Rede. Doch McLaren verzögert die Bekanntgabe weiter.

McLaren-Vorstandssitzung ohne Ergebnis

Auch eine Vorstandssitzung in Woking am Donnerstag (4.12.2014) brachte keine neuen Aufschlüsse. "Die heutige Vorstandsitzung ist nun beendet und es wurde keine Entscheidung bezüglich der Fahrerpaarung für 2015 getroffen", sagte ein Sprecher des Teams am Donnerstag-Abend.

Doch warum schieben die Briten die Entscheidung über ihre Fahrerpaarung für 2015 weiter auf die lange Bank? Im Fahrerlager gilt die Verpflichtung von Fernando Alonso als offenes Geheimnis. Motorenpartner Honda wünscht sich nach dem Wiedereinstieg in die Formel 1 einen Toppiloten. Der spanische Doppelweltmeister stand schon 2007 im Dienst von McLaren. Nach einer Saison voller Streitigkeiten trennten sich beide Parteien jedoch trotz eines Dreijahresvertrages bereits am Saisonende.

Warum wartet Alonso?

Mit zunehmender Dauer kommen leichte Zweifel an einem 2. Engagement von Alonso bei McLaren auf. Der Spanier sprach stets von einem großen Plan, den er verfolge, nachdem in der Sommerpause durchgesickert war, dass er Ferrari verlassen wolle. In Abu Dhabi wurde die Trennung zwischen Alonso und Ferrari offiziell gemacht. Seinen großen Plan hätte Alonso eigentlich danach verkünden können. Was hindert den Spanier also noch? Bei Mercedes und Red Bull sind die Türen bereits zugefallen. Außer McLaren bleibt Alonso eigentlich keine andere Wahl. Oder zieht es den Ex-Ferrari-Fahrer doch in die Sportwagen-WM (WEC)?

Und was lässt McLaren solange zögern? Sind es interne Unstimmigkeiten? Es heißt, dass Chef Ron Dennis gerne Kevin Magnussen im Team behalten wolle. Der 22-Jährige verfügt über mehr Entwicklungspotential als der 34-jährige Button. Andere Teammitglieder wünschen sich einen Verbleib von Jenson Button im Team. Für den Weltmeister von 2009 spricht die Erfahrung. Angesichts des neuen Honda-Motors ein logisches Denkmuster. Schließlich kämpfen die Japaner, wie beim Test in Abu Dhabi gesehen, noch mit ihrem Turboaggregat und den dazugehörigen Komponenten. McLaren-Honda brachte in der Wüste keine gezeitete Runde zu Stande.

Auch die Ergebnisse der abgelaufenen Saison können Button hoffen lassen. Der Brite behielt mit 126 zu 55 Punkten die Oberhand über seinen dänischen Teamkollegen.

So wie es aussieht, müssen Button und Magnussen das unwürdige Spiel noch weiter mitspielen. Außer einer der beiden Piloten zieht selbst die Reißleine, was wohl am ehesten Button machen dürfte. Der Engländer sprach bereits davon, dass es auch ein Leben nach der Formel 1 geben würde. Jedenfalls sind beide nicht allein. Bei einem Sponsorentermin am Donnerstag in Edinburgh warteten sie gemeinsam auf ein Ergebnis – vergeblich.

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