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McLaren-Technik

Verwirrspiel mit zwei Auspufflösungen

Formel 1-Test Jerez 2011 Foto: xpb 24 Bilder

Die McLaren-Konkurrenz ist verwirrt. Hieß es nicht gestern, dass der Auspuff des neuen MP4-26 vorne mündet? Am zweiten Testtag zeigten Fotos aber ganz klar, dass der Auspuff im Heck austritt. Des Rätsels Lösung: McLaren probierte beide Lösungen.

11.02.2011 Michael Schmidt

Es muss ein Alptraum für die Mechaniker sein. McLaren bietet seine Fahrern zwei unterschiedliche Auspufflösungen an. Bei der einen mündet der Auspuff ganz konventionell im Heck. So wie bei der Präsentation in Berlin gezeigt. Und dann gibt es da noch die Version, bei der die Auspuffgase am Beginn des Unterbodens in den Einzug unter den Seitenkästen blasen.

McLaren testet zwei Auspuff-Versionen

Am zweiten Testtag probierte McLaren beide Versionen aus. Der Umbau kostet jedes Mal zwei Stunden. Nicht nur, weil zwei unterschiedliche Auspuffsysteme montiert werden müssen. Es gibt für beide Lösungen auch einen ganz individuellen Unterboden. Als wir Jenson Button damit konfrontieren, grinst er: "Wie habt ihr das entdeckt?" Ganz einfach. Die Unterböden sind so unterschiedlich, dass man mit einem Blick erkennt, welcher Auspuff an Bord sein muss.

Wenn der Auspuff nach vorne bläst, dann hat der Diffusor des McLaren MP4-26 drei Kanäle. Mit einem extrabreiten Mittelkanal und zwei schmalen an den Außenseiten. Fährt McLaren das normale System, ist der Diffusor fünfteilig. Zwei Kanäle an den Außenseiten, ein kleinerer in der Mitte.

McLaren sammelt Daten

Auf die Frage, welcher Auspuff aus Sicht des Fahrers besser ist, windet sich Button wie ein Aal: "Es ist noch viel zu früh, da eine Antwort zu geben. Wir sind erst einmal beim Datensammeln." So sensationell sei das nun auch wieder nicht, versucht Button das Thema kleinzureden. "Wir hatten beim angeblasenen Diffusor letztes Jahr auch mehrere Spielarten und mal die eine, mal die andere Version benutzt."

Insgesamt zieht der Weltmeister von 2009 eine positive Bilanz. "Es war ein guter erster Tag für mich im neuen Auto. Es fühlt sich gut ausbalanciert an, und ich sehe keinen Schwachpunkt."

Heckflügel macht großen Unterschied

Button freundete sich erst einmal mit den neuen Systemen an. "Ich bin ein KERS-Neuling. Deshalb habe ich am morgen ein bisschen damit herumgespielt. Toll, wenn der Boost einsetzt. Am Nachmittag habe ich den verstellbaren Heckflügel probiert. Unglaublich wie schnell der von einer in die andere Stellung übergeht. Ich lag einmal hinter einem Renault, und es war verrückt, was das für einen Unterschied ausmacht, wenn der Flügel flach oder steil steht."

Button kam bei seiner KERS- und Heckflügelpremiere ganz schön ins Schwitzen. "Du hast im Cockpit richtig Arbeit. Unter dem Strich wirst du dich an KERS schneller gewöhnen als an den Heckflügel."

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