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McLaren-Vorbereitung

"Wir sind über das Limit hinausgegangen"

Lewis Hamilton Foto: Daniel Reinhard 17 Bilder

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung sieht sich McLaren beim GP Australien nicht in der Favoritenrolle. Dennoch hoffen Lewis Hamilton und Jenson Button auf eine Überraschung.

18.03.2011 Tobias Grüner

Zuletzt hörte man aus dem McLaren-Lager vor allem Durchhalteparolen. Mittlerweile ist die Realität auch in Woking angekommen. "Wir können nicht verbergen, dass die Wintertests härter als erwartet waren", gibt Lewis Hamilton zu. "Unsere Kilometerleistung war nicht so hoch wie die der Konkurrenz. Auch von der Pace liegen wir hinter den schnellsten Autos zurück."

Der revolutionäre McLaren MP4-26 war bei den Spanien-Tests mehr in der Garage als auf der Strecke zu sehen. Vor allem Auspuff und Unterboden wollten nicht so recht harmonieren. Immer wieder gab es Hitzeschäden zu beklagen. Die Mechaniker mussten immer wieder größere Umbaumaßnahmen durchführen.

Button will dritten Melbourne-Sieg in Folge

"Wir sind dennoch bereit für den Kampf", gibt sich Hamilton martialisch. "Einige Teams sind extrem gut vorbereitet - sowohl von der Pace als auch von der Zuverlässigkeit - aber manchmal zählt das in den chaotischen und unvorhersehbaren Auftaktrennen nicht viel." Trotz der Probleme bleibt der Champion von 2008 optimistisch. "Obwohl unsere Vorbereitung nicht so reibungslos verlief, habe ich den Eindruck, dass sich in Melbourne doch noch alles zusammenfügt."

Jenson Button schöpft seinen Optimismus vor allem aus der Vergangenheit. In den letzten beiden konnte der Engländer jeweils im Albert Park triumphieren. "Ich werde immer gefragt, ob ich daraus drei Rennsiege in Folge machen kann. Auf dem Papier sieht das nicht sehr wahrscheinlich aus. Aber wer weiß. Ich würde es zumindest mal nicht ausschließen."

Whitmarsh gibt Fehler zu

Teamchef Martin Whitmarsh hält den Ball lieber flach. Zum ersten Mal in diesem Jahr gesteht der sportliche Leiter Fehler beim Vorbereitungsprogramm ein. Das ehrgeizige Projekt mit dem radikalen Auto hat sich noch nicht ausgezahlt: "In einigen Beziehungen sind wir über das Limit hinausgegangen", gibt Whitmarsh zu. "Wir haben deshalb zu wenige Kilometer auf der Uhr, was unsere Vorbereitung nachhaltig beeinträchtigt hat."

Für Melbourne hat man das Technik-Paket noch einmal verändert. "Wir haben uns wieder einmal extrem hohe Ziele für das Auftakt-Rennen gesetzt", verrät der Teamchef. Er glaubt nicht, dass die Pace der Testfahrten repräsentativ für die Leistung in Melbourne ist. Als Favorit sieht Whitmarsh seine Truppe aber auch nicht.

McLaren niemals unterschätzen

"Aber glaube ich an unsere Fähigkeit, ein paar Leute zu überraschen und konkurrenzfähig zu sein? Auf jeden Fall", beantwortet der Engländer die selbst gestellte Frage. "Wir geben niemals auf. Wir sind Kämpfer. Mit diesem Kampfgeist haben wir in der Vergangenheit 20 Weltmeisterschaften gewonnen. Und das macht uns zu einem Team, das man niemals unterschätzen darf."

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