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McLaren wieder gestoppt

"Hauptproblem ist behoben"

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1-Test - Jerez - 3. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 53 Bilder

McLaren stand auch am dritten Testtag von Jerez in der Kilometer-Tabelle ganz hinten. Ein Wasserleck beendete die Session von Fernando Alonso nach 32 Runden. Trotzdem wertet Teamchef Eric Boullier den Tag als Erfolg. Alle größeren Probleme seien beseitigt.

03.02.2015 Tobias Grüner

Der neue McLaren-Honda ist wie ein scheues Tier. Wenn man die seltenen Auftritte des MP4-30 nicht verpassen will, darf man seine Augen nicht von der Strecke nehmen. Am Dienstag (3.2.2015) schaffte das Auto immerhin erstmals einen pünktlichen Start. "Manchmal löst man ein Problem und plötzlich treten ganz viele andere auf. Deshalb war es eine große Erleichterung, dass wir heute früh um 9 Uhr auf die Strecke gehen konnten", zeigte sich Teamchef Eric Boullier zufrieden.

Wasserleck stoppt McLaren frühzeitig

Danach sah es kurzzeitig fast so aus, als liefe alles nach Plan. Alonso drehte einige kurze und mittellange Runs. Von Problemen war nichts zu erkennen. Erstmals lief das Honda-Aggregat einigermaßen rund, auch wenn der Speed mehr als 10 Sekunden von der Konkurrenz entfernt blieb. Doch kurz nach Mittag war der Spaß dann auch schon wieder vorbei. Alonsos Arbeitstag wurde 5 Stunden vor Ende der Sitzung für beendet erklärt. Ein Wasserleck im Kühlkreislauf stoppte das Programm.

"Das Problem lag an einem Zuliefererteil, das leider mitten im Auto liegt", erklärt Boullier. "Deshalb mussten wir den ganzen Motor ausbauen. Wir hätten am Ende vielleicht noch eine halbe Stunde fahren können, aber wir haben uns lieber entschieden, es ordentlich zu reparieren und den Tag vorzeitig zu beenden."

Kein grundlegendes Problem mit dem Auto

Der Teamchef gibt zu, dass die Entwicklungspläne bisher nicht annähernd abgearbeitet werden konnten. "Wir haben nicht genug geschafft - vielleicht 50 Prozent. Aber das ist besser als nichts. Wir konnten zeigen, dass wir 10 Runden am Stück schaffen. Es gibt also kein gundlegendes Problem mit dem Konzept des Autos. Das war die wichtigste Erkenntnis des Tages."

Noch einmal wies der Franzose darauf hin, dass McLaren mit dem Design des MP4-30 aufs Ganze gegangen ist. "Das Auto ist sehr kompakt gebaut, daran haben wir hart mit unseren Partnern Honda und Mobil gearbeitet. Die Kühlung ist absolut am Limit gebaut. Wir können den Motor heißer fahren und kleinere Kühler einbauen. Da ist unser Auto sehr extrem. Die Kühlung war auch eine unserer größten Sorgen."

Ganz aufholen wird man den Testrückstand bis zum ersten Rennen wohl nicht, befürchtet Boullier. Da müsste McLaren schon 200 Runden pro Tag schaffen. "Je weniger wir fahren, desto länger dauert es, bis wir konkurrenzfähig sind. Mit jedem Tag, an dem wir unsere Ziele nicht erreichen, wird der Zeitpunkt an dem wir unser volles Potenzial abrufen können, nach hinten geschoben."

McLaren MP4-30 liegt stabil

Wie schnell der McLaren ist, wenn er einmal läuft, konnte Boullier noch nicht sagen. Die ersten Anzeichen stimmten den Franzosen aber optimistisch: "Die Kommentare waren sehr positiv. Fernando hat gesagt, dass das Auto sehr stabil liegt und gut reagiert. Ich habe mir das von der Boxenmauer auch selbst angeschaut. Man konnte am Eingang zu Kurve 1 sehen, dass das Auto stabil liegt. Das ist ein gutes Zeichen."

Dass McLaren im ersten Jahr schon Mercedes herausfinden kann, glaubt Boullier selbst nicht. "Das Erschreckendste war, dass sie schon am ersten Tag mit dem Boxenstopp-Training begonnen haben. Das bedeutet, dass sie sehr zuversichtlich sind. Sie hatten 2014 einen großen Vorsprung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie 2015 versagen werden. Wir anderen können nur hoffen, dass wir den Rückstand verringern können."

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