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McLaren

McLaren will Red Bull weiter ärgern

Formula 1 Grand Prix, Hungary, Friday Practice Foto: xpb 73 Bilder

Mit zwei Bestzeiten am Trainings-Freitag hat Lewis Hamilton ein deutliches Zeichen gegeben. Der Brite befindet sich nach seinem Nürburgring-Sieg vor einer Woche weiterhin auf einem Hoch. Teamchef Martin Whitmarsh erklärt warum.

29.07.2011 Bianca Leppert

Was sich am Nürburgring andeutete, scheint sich nun zu bewahrheiten. Red Bull kann längst nicht mehr die Füße hochlegen. McLaren und Ferrari machen in Ungarn deutlich Druck. Mehr als zwei Bestzeiten zu holen, hätte Lewis Hamilton am Freitag wohl nicht mehr machen können, um zu zeigen, in welch guter Verfassung er momentan ist.

Hamilton mit mehr Training

Bei der Analyse des McLaren-Fortschritts kommen mehrere Dinge zusammen. Hamilton scheint nach einigen Unaufmerksamkeiten nun wieder in die Spur zurück gefunden zu haben. Nach dem Silverstone GP achtete er mehr auf sein Fitnesstraining und sein körperliches Befinden. "Das hat vielleicht mehr ausgemacht, als ich dachte", meint Hamilton.

Neben dem psychologischen Faktor spielte sicherlich auch die Rückkehr zur alten Auspuff-Regel am Nürburgring eine Rolle. Aber auch mit dem Auto macht man stetig Fortschritte. "Wir haben neue Leitbleche, wir haben einen neuen Auspuff und ein paar andere Sachen. Wir verbessern das Auto langsam. Und wir haben nach Valencia gelernt, mit den Reifentemperaturen umzugehen", sagt Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir können die Reifentemperaturen nun besser kontrollieren und ich denke, wir sind auf einer Runde und bei den Long-Runs konkurrenzfähig."

McLaren auch auf einer Runde fix

Die Schnelligkeit auf einer Runde war bisher immer die große Stärke von Red Bull. Die Bullen sicherten sich bei jedem Grand Prix der Saison 2011 die Pole-Position. Doch nun scheinen die Gegner in Ungarn mit der super-soft Reifenmischung näher zu kommen. Im Long-Run war Lewis Hamilton auf mehrere Runden gesehen sogar noch einen Tick schneller als Sebastian Vettel.

Der Zeitunterschied zwischen dem Prime und Option-Reifen beträgt nach den Aussagen im Fahrerlager rund acht Zehntelsekunden pro Runde. Wie die Strategie für das Rennen aussehen wird, vermag Whitmarsh aber noch nicht zu sagen. "Die Strecke war heute noch sehr grün", meint Whitmarsh. "Wir können noch nicht abschätzen, wieviel Runden der super-soft Reifen halten wird."

Eines steht jedoch schon fest: Das Qualifying hat auf dem Hungaroring einen großen Stellenwert. "Hier ist das Qualifying sehr wichtig, denn es ist schwierig zu überholen", sagt Whitmarsh. "Ich denke, die schnellen Autos werden versuchen Q1 mit dem Prime-Reifen zu fahren und in Q2 und Q3 den Super-Soft nehmen."

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