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McLaren, Williams & Force India

Wer ist der beste Mercedes-Kunde?

Bottas & Magnussen - GP Malaysia 2014 Foto: xpb 20 Bilder

Die Mercedes-Kunden Force India, McLaren und Williams belegten beim GP Malaysia die Plätze fünf bis neun. Doch entspricht das Ergebnis der tatsächlichen Reihenfolge? Die Streckencharakteristik und das Entwicklungsprogramm werden den Dreikampf entscheiden.

31.03.2014 Michael Schmidt

Force India hat den Dreikampf der Mercedes-Kundschaft in Malaysia gewonnen. Nico Hülkenberg kam als Fünfter ins Ziel. Als einziger aus den Top Ten mit einer Zweistopp-Taktik. Jenson Button im McLaren fehlten 36 Sekunden. Der McLaren-Pilot hatte zwei Williams in seinem Rückspiegel.

Kevin Magnussen rundete trotz einer Fünfsekunden-Strafe und eines Frontflügel-Wechsels das Mercedes-Paket ab. Der Däne baute die fünf Sekunden Busse für seine Kollision in seinen zweiten Boxenstopp mit ein. Das reduzierte den Zeitverlust etwas. Von den 7 gestarteten Mercedes-Autos kamen alle in die Punkte. Nur Sergio Perez ging leer aus, weil sein Auto gar nicht erst losfahren wollte.

Force India ohne Stärken und Schwächen

Force India hat wahrscheinlich das langsamste Auto aus dem Trio, hat aber dank Nico Hülkenberg das meiste daraus gemacht. Der VJM07 hat keine besonderen Stärken oder Schwächen. Ihm fehlt generell Abtrieb, doch das verteilt sich auf schnelle und langsame Kurven. Ideal für den Mix in Sepang.

In Sektor 1 war nur Williams schneller. In Sektor 2 und 3 Williams und McLaren. Doch Force Indias Runden waren ausgeglichener. Und Hülkenberg sparte sich einen Boxenstopp. Er notiert zufrieden: "Wir fahren viele Kilometer, deshalb kennen wir unser Auto gut und können es optimal auf die Bedingungen abstimmen."
Zwei Ausbaustufen für Hülkenberg

Schon im Freitagstraining in Bahrain soll ein erstes Aero-Paket getestet werden. Neue Flügel, Leitbleche und Retuschen am Unterboden versprechen 15 Punkte Abtrieb. Oder eine halbe Sekunde auf der Uhr. Beim GP China soll der Renneinsatz erfolgen.

Im zweiten Schritt folgen kleinere Seitenkästen, eine enger anliegende Motorabdeckung. Dazu müssen neue Kühler her. "Die haben eine Vorlaufzeit von zwölf Wochen", erklärt Sportdirektor Otmar Szafnauer. Hülkenberg hofft auf das neue Kühlpaket für Barcelona, doch es könnte sich bis zum GP Kanada hinauszögern. Force India hat nicht die Ressourcen wie McLaren und Williams. Bei beiden arbeiten über 500 Leute. Bei Force India sind es 340.

"Wir wollen in der Konstrukeurswertung Fünfter werden", so die hohen Ziele von Szafnauer. "Da liegen wir momentan auch. Allerdings steht Red Bull noch einen Platz hinter uns. Die kommen sicher nach vorne. Deshalb müssen wir uns noch irgendwie Williams schnappen. Die haben momentan einen Punkt Vorsprung vor uns."

McLaren nur gut bis zum Scheitelpunkt

Der McLaren MP4-29 steht auch nach den massiven Umbaumaßnahmen an der Nase, dem Frontflügel und der Motorabdeckung auf Kriegsfuß mit den schnellen Kurven. Button verlor in Sektor 2 mit den vielen schnellen Ecken 1,1 Sekunden auf Hamilton.
 
GPS-Messungen zeigen, dass die McLaren in lang gezogenen Kurven bis zum Scheitelpunkt konkurrenzfähig sind, ihre Zeit aber beim Rausfahren aus den Kurven verlieren. Die Hinterachse beginnt zu rutschen. Das heizt die Reifen auf, die dadurch sofort Grip verlieren. Auf eine Runde beherrschbar, auf die Distanz nicht. Im Gegensatz zum Force India und Williams frisst der McLaren mehr Reifengummi.

Williams mit dem besten Top-Speed

Die Williams waren in Sektor 2 gleich schnell. Oder gleich schlecht. "In den schnellen Kurven müssen wir schneller werden", fordert Felipe Massa. "Da fehlt uns hinten Anpressdruck. Dafür sind wir auf der Geraden die schnellsten. Malaysia war nicht unsere ideale Strecke."

Massa ärgert sich über die Startrunde. "Da habe ich die Chance verpasst, Button zu überholen. Ich hatte einen super Start, lag vorne, aber in Kurve 4 hat mich Magnussen nach außen geboxt. Das Problem mit den McLaren war. Sie hatten eine gute Traktion in den Kurven 14 und 15 vor den beiden Geraden, und ihr Top-Speed war auch nicht schlecht. Selbst mit DRS war da nichts zu machen."

Williams in Bahrain aufs Podium?

Massa glaubt, dass Bahrain eine Strecke ist, auf der die Williams aufs Podium fahren können. Das haben schon die Testfahrten gezeigt. Auch Fernando Alonso warnt: "Dort werden wir auf die Williams aufpassen müssen. Es gibt viele Geraden, und sie haben einen überragenden Top-Speed."

Auch der Kurventyp kommt den Williams-Piloten entgegen. Die Radien sind kurz, das Profil eckig. "Da kommt es auf eine andere Art Traktion wie in Malaysia an, weil die Kurven sind spitzer sind. Deshalb beschleunigt man nicht so unter lateralen Kräften in die Geraden hinein wie in Sepang", erklärt Massa.

Teamkollege Bottas glaubt: "Force India und McLaren sollten wir in Bahrain schlagen können. Ferrari halte ich für zu schnell für uns. Alles, was wir jetzt mal brauchen, ist ein guter Samstag." Das heißt ein Abschlusstraining ohne Regen. Das sollte in Bahrain möglich sein.

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