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McLarens bestes Saisonresultat

Button und Perez machen 23 Plätze gut

Maldonado, Ricciardo & Button - GP Brasilien 2013 Foto: xpb 60 Bilder

McLaren hatte gepokert und voll auf ein Trockenrennen gesetzt. Man bestrafte sich im Training und erntete dafür im Rennen 20 WM-Punkte. Kein Team machte so viele Positionen gut. Jenson Button und Sergio Perez verbesserten sich insgesamt um 23 Plätze.

24.11.2013 Michael Schmidt

Nach dem Training sah es für McLaren eher nach einer Pleite aus. Jenson Button ging vom 14. Platz aus ins Rennen, Sergio Perez nach dem Getriebewechsel von Rang 19. Es roch nach einem Null-Punkte-Rennen. Am Ende standen 20 Zähler auf dem Konto. Es war McLarens mit Abstand bestes Saisonresultat.
 
Button verbesserte sich von von Platz 14 auf 4. Perez kletterte von Rang 19 auf 6. Es hätte sogar noch der fünfte Platz werden können, hätte er nicht in den letzten Runden Benzin sparen müssen. "Sonst hätte ich vielleicht noch Nico Rosberg überholt." Der Mercedes-Pilot lag im Ziel nur 5,003 Sekunden vor Perez.

McLaren setzt voll auf ein Trockenrennen

Teamchef Martin Whitmarsh atmete auf. Endlich ein Resultat, das den Formanstieg in der zweiten Saisonhälfte widerspiegelte. "Wir haben heute für großartige Fahrer, die richtigen Entscheidungen und eine gute Strategie den Lohn bekommen. Keiner hat öfter überholt als unsere Fahrer. Jenson sogar drei Gegner mit einem Manöver. Das hat Seltenheitswert."
 
Whitmarsh verrät, dass McLaren voll auf ein Trockenrennen gesetzt hatte. "Die Daten und Vorhersagen sprachen dafür, und Daten sind dafür da, dass du ihnen vertraust. Wir haben dafür im Training mit schlechteren Platzierungen als üblich bezahlt, im Rennen aber alles zurückbekommen."
 
McLaren trimmt seine Autos auf wenig Abtrieb, baute einen langen siebten Gang ein, pokerte mit geringer Bodenfreiheit und einem härteren Fahrwerk als es der Regen im Training verlangt hätte. Mit 312,5 km/h war Perez der Schnellste auf der Zielgeraden.

Neuer Zuverlässigkeits-Weltrekord

Die Strategen schickten ihre Fahrer mit unterschiedlicher Bereifung ins Rennen. Whitmarsh erklärt die Idee dahinter. "Checo ist von so weit hinten losgefahren, dass er weiche Reifen brauchte, um Attacke zu machen. Bei Jenson haben wir die harten Reifen aufgezogen, weil die auf einer grünen Strecke in der Regel weniger körnen. Wir wollten, dass er am Ende seines Stints Boden gutmacht, was dann auch passiert ist."
 
Einen Rekord konnte McLaren dann doch noch feiern. Zum ersten Mal brachte ein Team beide Autos bei jedem Rennen in die Wertung. Mit 11.488 Rennkilometern belegte der WM-Fünfte vor Red Bull und Mercedes Platz 1 in der Zuverlässigkeits-Statistik Whitmarsh resümierte stolz: "Die Ankunftsquote von 99,17 Prozent ist ein neuer Weltrekord. Wir schlagen damit den alten Bestwert von BMW aus dem Jahr 2008 mit 98,3 Prozent."

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