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Melbourne-Krimi

Maldonado-Crash sorgt für heißes Finale

Sergio Perez GP Australien 2012 Foto: xpb 60 Bilder

Die Plätze sechs und elf trennten in Melbourne nur gut drei Sekunden. Wir erzählen die Geschichte der turbulenten letzten Runde des GP Australien im Detail nach.

18.03.2012 Tobias Grüner

Beim ersten Rennen des Jahres erlebten die Fans einen Krimi bis zur Ziellinie. In der Safety-Car-Phase von Runde 37 bis 41 hatte sich das Mittelfeld ganz eng zusammengeschoben. Der anschließende 17-Runden-Sprint bis zur Ziellinie war an Dramatik kaum zu überbieten. Im Parallelflug rasten die Autos an der karierten Flagge vorbei. Nur 3,1 Sekunden lagen zwischen Platz sechs und Rang elf.

Maldonado-Crash sorgt für Turbulenzen

In der letzten Runde wurden das Chaos und das Gedränge auf der Strecke immer größer. Auslöser des turbulenten Finales war der Crash von Pastor Maldonado. Im Duell gegen Fernando Alonso um Rang fünf schmiss der Venezolaner sechs Kurven vor der Ziellinie sein Auto in die Mauer.
 
An der Unfallstelle wurden gelbe Flaggen geschwenkt, als die sechsköpfige Kampfgruppe angeschossen kam. Sauber-Pilot Sergio Perez führte den D-Zug knapp eine Sekunde vor Nico Rosberg an. Wie vom Reglement vorgeschrieben verlangsamte der Mexikaner sein Tempo deutlich, um den havarierten Williams zu passieren. Der Mercedes dahinter nahm etwas weniger Speed heraus.

So konnte Rosberg in der nächsten Kurve den Angriff starten, den Perez mit einer harten Verteidigungsaktion abwehrte. Beide Autos kollidierten. Bei Rosberg wurde der rechte Hinterreifen aufgeschlitzt, Perez rettete sich in der Schikane gerade noch in den Notausgang und kürzte dabei etwas Strecke ab. Peter Saubers Sorge, dass die Rennleitung noch einschreiten könnte, war am Ende aber unbegründet.

Perez und Rosberg verlieren mehrere Plätze

Rosberg fiel mit seinem Plattfuß bis auf Rang zwölf zurück. Für Perez begannen jetzt erst die heißesten Meter des Rennens. Während der Sauber-Pilot mit dem Mercedes in den Zweikampf verstrickt war, rutschten bereits Teamkollege Kamui Kobayashi und Lotus-Pilot Kimi Räikkönen vorbei.

Von hinten drückten die beiden Toro Rosso-Piloten Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne, die auch noch den Force India von Paul di Resta im Nacken spürten. Ricciardo und Vergne hatten in der Runde zuvor bereits zweimal die Plätze getauscht. Nun planten sie den Angriff auf den Sauber. Perez war der einzige Pilot im Rennen, der auf eine Einstopp-Strategie gesetzt hatte. Seine weichen Reifen waren komplett am Ende.

In der letzten engen Passage vor der Zielgeraden bildete sich hinter dem Mexikaner ein regelrechter Stau. Überholen ist hier nur schwer möglich. Also musste das Herausbeschleunigen aus der Zielkurve die Entscheidung bringen. Am Ende verteidigte Perez mit zehn Hundertsteln Vorsprung Rang acht gegen Ricciardo. Der Lokalmatador rettete seinerseits 18 Hundertstel gegen Di Resta, der mit elf Hundertsteln Vorsprung Vergne den letzten WM-Punkt wegschnappte.

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