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Mercedes AMG F1

Hamilton fühlt sich zuhause

Lewis Hamilton, Mercedes, Formel 1-Test, Barcelona, 28. Februar 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Lewis Hamilton macht eine neue Erfahrung. Zum ersten Mal hat er den Rennstall gewechselt, seit er Formel 1 fährt. Der neue Mercedes-Pilot genießt die neue Aufgabe. Er beginnt mit dem Team zusammenzuwachsen, und die Titanenaufgabe macht ihm Spaß.

28.02.2013 Michael Schmidt

Lewis Hamilton genießt seine neue Heimat. Der Weltmeister von 2008 ist so locker wie schon lange nicht mehr. Dabei könnte ihm die schwierigste Formel 1-Saison seiner Karriere bevorstehen. Hamilton hat seine Ersatzfamilie McLaren verlassen und seine Zelte bei Mercedes aufgeschlagen. Sechs Jahre lang hat er um GP-Siege gekämpft. Ein Sieg im Silberpfeil ist nicht mehr selbstverständlich.

"Es ist ein neuer Start, und mir gefällt diese neue Aufgabe immer besser. Der Fokus auf den Fahrer ist bei Mercedes größer als bei McLaren. Sie binden mich viel mehr in die Aufgabe ein. Und sie versuchen alles um sicherzustellen, dass es mir gut geht. Ich spüre, wie ich immer besser in das Team hineinwachse, wie ich mich immer mehr zurechtfinde. Die Batterien sind wieder aufgeladen."

Mehr Freiheit heißt mehr Redefreiheit

Es ist ein freieres Leben bei Mercedes, obwohl es nicht mehr Freiheiten bietet: "Ich habe genauso meine PR-Tage, meine Sponsortage, meine Filmtage. Vielleicht gibt es ein bisschen mehr Zeit für mein Privatleben." Man merkt es Hamiltons Aussagen an. Seine Antworten sind authentischer. Fast so wie im ersten Jahr, als Hamilton vom McLaren-Abschirmdienst erst eingenordet werden musste. Die Kritik, dass es dem neuen Mercedes noch an Abtrieb fehlt, hätte sich Hamilton bei seinem alten Arbeitgeber nicht erlauben dürfen. Da waren Angaben zu technischen Details tabu.

Doch für etwas mehr Redefreiheit kann sich Hamilton nichts kaufen. In der Formel 1 zählen Rundenzeiten. Und wenn er mit dem Mercedes vorne mitfahren will, muss er ihn zuerst einmal verstehen. Da können Tage wie dieser mit Regen, Wind und Kälte schon auf die Nerven gehen.

Hamilton muss bei Mercedes noch lernen

Hamilton sieht es anders: "Es gibt Regentage, da spulst du 50 Runden ab und hast das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben. Ich bin heute 113 Runden gefahren. Da kann ich mich nicht beklagen. In meinem Stadium zählt noch jede Runde, in der ich etwas lernen kann. Ich nehme jede Information mit beiden Händen."

Deshalb sieht das Testprogramm für Hamilton in der zweiten Barcelona-Woche aus wie in der ersten: Setup, Bodenfreiheiten, Bremsen, Reifen, Rennprozeduren. "Diese Wochen werden wir intensivieren, was wir letzte Woche gelernt haben. Und wir testen ab Samstag neue Teile."

Tischkarte als Gedächtnisstütze

Der Lernprozess geht beim Briefing mit den Ingenieuren weiter. "Ich kenne immer noch nicht alle Gesichter", gibt Hamilton zu. "Deshalb gehe ich mit einem Tischplan in die Meetings. Da ist aufgezeichnet, wer wo sitzt." In dieser Woche muss er sich neue Namen merken. Da ist erstmals die Renncrew vollzählig vorhanden. "Bis Melbourne sollte ich meine Jungs in der Garage kennen", lächelt der 28-jährige Engländer.

Wenn er dann am 17. März in Melbourne zum ersten Mal als Mercedes-Pilot am Start steht, dann wird es fast so sein wie am 18. März 2007, als er mit einem dritten Platz beim GP Australien ein so glänzendes Formel 1-Debüt feierte. Fast, aber nicht ganz. "Dieser Moment vor sechs Jahren ist nicht zu übertreffen. Ich war so nervös, weil so viel auf dem Spiel stand, und weil es so viele Zweifler gab. Als ich gut durch die erste Kurve gekommen bin, konnte ich es vor lauter Glück kaum glauben."

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