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Mercedes AMG F1 W05 für 2014

Silberpfeil mit Nasentrick

Mercedes AMG F1 W05 - Präsentation Jerez 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 45 Bilder

Mercedes bringt eine neue Nase ins Spiel. Der 2014er Silberpfeil hat eine Frontpartie wie in Hufeisen. Und erschwindelt sich dadurch eine höhere Nase. Dadurch kann mehr Luft unter dem Auto durchströmen. Noch eine gute Idee: Die Vorderachse, die unten wie ein zusätzlicher Flügel gebaut ist.

28.01.2014 Tobias Grüner

Kein Auto war früher auf der Rennstrecke wie der neue Mercedes. Am vergangenen Freitag (24.Januar) drehte Nico Rosberg die ersten Runden auf dem kleinen Kurs von Silverstone. Insgesamt 40 Kilometer. 100 wären erlaubt gewesen. Das erzählt viel über die neue Formel 1. „Es gab noch ein paar Kinderkrankheiten“, hieß es bei Mercedes. Prompt war Lewis Hamilton auch der erste Fahrer auf der Strecke von Jerez. Sechs Sekunden nach neun Uhr verließ der neue Silberpfeil mit einem dumpfen Ton die Boxengasse.

Eine Nase wie ein Hufeisen

Der neue Mercedes AMGW05 hat ein eigenes Gesicht. Er ist keine Schönheit, aber unter all den hässlichen Autos noch einigermaßen erträglich. Die Nase fällt in einem Guss von der Vorderachse nach unten, und sie verjüngt sich am vorderen Ende auch nicht in einen dieser dünnen Rüssel, die allerlei Assoziationen mit dem Tierreich hervorrufen. Sie fällt breiter aus und ähnelt eher dem Ferrari, ist aber viel schlauer gerlöst. Nase und Frontflügelstelzen bilden von vorne gesehen ein Hufeisen.

Der Trick mit dem Hufeisen

Dieser Überhang an den Seiten ergibt die 9.000 mm2-Fläche, die das das Reglement fünf Zentimeter hinter der Spitze in einer Höhe von 18,5 Zentimetern fordert. Dadurch kann Mercedes die Nase höher setzen und mehr Luft unter dem Auto durchleiten. Der Frontflügel istein Kunstwerk aus zwei Hauptblättern und drei hintereinander gestaffelten Flaps. In der oberen Etage gibt es zwei Mal zwei Elemente, die durch insgesamt vier Strömungsausrichter getrennt sind. Die Form der Endplatten zeigt, dass die Luft wie bei allen anderen Autos auch außen um die Vorderräder herum geleitet wird.

Ein Dreieckslenker wie ein Flügel

Wie die Nase trickst auch die Vorderachse das Reglement aus. Der untere Dreieckslenker ist vom Radträger weg ein großes breites Stück, das sich erst kurz vor dem Chassisansatz in zwei Querlenker aufteilt. So schafft sich Mercedes einen zusätzlichen Frontflügel. Ein weiteres interessantes Detail gibt es auf der Nase zu sehen. Die beiden TV-Kameras hängen an zwei Stelzen, die wie Ohren aus dem Chassis wachsen. Sie haben die Funktion von Luftleitblechen. Unter der Nase hängen wie im Vorjahr zwei Strömungsausrichter, die kunstvoll geschwungen und mehrfach geteilt sind. Sie kanalisieren die vom Frontflügel produzierten Luftwirbel und lenken sie um die Seitenkästen herum.

Kühleinlässe größer als 2013

Bei den Seitenkästen gibt es keine großen Überraschungen. Sie fallen wie bei den meisten neuen Autos größer aus als bisher. Mit der Tendenz zum schrumpfen. Die Kühleinlässe sind im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Nicht so groß wie beim McLaren, nicht so zierlich wie beim Ferrari. Weil die Seitenkästen früh eingezogen sind, ist das Heck fast so schlank wie im Vorjahr. Die Kühlluft wird über zwei Öffnungen an den vorderen Anlenkpunkten der Hinterachse abgelassen, die wie üblich mit Zugstreben arbeitet.

Heckflügel auf zwei Stelzen

Der Heckflügel steht auf zwei zentralen Stelzen, die sich um das Auspuffrohr herum ausbeulen. Im Gegensatz zum Williams und ToroRosso ist auf dem Diffusordach kein zusätzlicher Flügel angebracht. Aber der kann ja noch kommen. Die Heckflügelendplatten folgen dem Trend. Sie sind riesig und haben am unteren Ende zwei hintereinander gestaffelte Fenster, die den Druckausgleich besorgen. Neu sind auch die Farben. Auf der Motorabdeckung wird der Silberlack durch ein schwarzes Band unterbrochen. So kommt der Stern besser zur Geltung.

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