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Mercedes baut Vorsprung aus

"Auf Aero-Strecke Red Bull geschlagen"

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2014 Foto: xpb 60 Bilder

Mercedes fährt weiter allein auf weiter Flur. Lewis Hamilton hängte die Konkurrenz um eine Sekunde ab. Das ist bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf. Weil Mercedes auf einer Strecke zugeschlagen hat, die Red Bulls Paradedisziplin favorisiert.

10.05.2014 Michael Schmidt

Das ist Jammern auf hohem Niveau. Lewis Hamilton beklagte sich während der Qualifikation am Funk: "Ich habe Untersteuern und Übersteuern. Die Balance passt nicht mehr." Der dreifache Saisonsieger hatte die Abstimmung seines Autos in der Nacht von Freitag auf Samstag leicht verändert, obwohl er mit seinem Auto zufrieden war. "Nichts tun bedeutet Stillstand. Es gibt immer ein paar Kleinigkeiten, die man verbessern kann", meinte Hamilton.

In seinem Fall ging der Schuss nach hinten los. "Das Auto war nicht wiederzuerkennen. Vielleicht lag es an den gestiegenen Temperaturen oder am Wind, der gedreht hatte." Rosberg notierte zwar auch einen Gripverlust zum Vortag, war aber unter dem Strich zufriedener. Wie so oft hatte der WM-Spitzenreiter sein Auto von Freitag auf Samstag verbessert.

Rosberg muss Hamiltons Lauf unterbrechen

Zwei Qualifikations-Runden lang sah Rosberg wie der Favorit auf die Pole Position aus. Doch dann zauberte Hamilton in letzter Minute eine Chaosrunde auf die Bahn. Das erstaunte auch Niki Lauda: "Nico hat schneller ausgeschaut. Ich hätte voll auf ihn gesetzt, aber dann packt Lewis eine Superrunde aus. Das zeigt, wie viel Selbstvertrauen in ihm steckt. Er hat einen Lauf, und es wird für Nico nicht leicht, den zu unterbrechen."

Rosberg will es schon im Rennen versuchen. Auch für ihn kam Hamiltons Konter am Ende des Trainings überraschend. "Ich dachte, ich hätte die Pole Position schon in der Tasche. Meine Runde war gut, aber ich wusste auch, dass Lewis vorher nie eine perfekte Runde zusammengebracht hat."
 
Theoretisch sollten die Balance-Probleme Hamilton auch im Rennen verfolgen. "Ich kann mit dem Frontflügel und der Differential-Einstellung noch ein bisschen reagieren", protestiert Hamilton und hofft: "Vielleicht kommt mir ja das Wetter am Sonntag wieder entgegen." Rosberg hatte mit Rücksicht auf das Rennen ein minimal anderes Setup gewählt, das seiner Meinung nach nicht der Joker sein wird. "Das muss im Rennen ganz allein der Fahrer richten. Ein besserer Start, und schon bin ich vorne."

Mercedes baut Vorsprung noch aus

Mercedes fuhr auch in Barcelona die Konkurrenz in Grund und Boden. Eine Sekunde Vorsprung auf Red Bull, 1,4 Sekunden auf das beste Kundenteam (Williams), beeindruckende 1,9 Sekunden auf Ferrari. Das sind Klassenunterschiede. "Wir können stolz sein, dass wir der technischen Offensive unserer Gegner standgehalten haben und den Vorsprung sogar noch etwas ausbauen konnten", lobte Rosberg. Und nimmt sein Team gleichzeitig in die Pflicht: "Ziel muss es sein, den Abstand zu vergrößern statt darauf zu hoffen, dass die anderen nicht näher kommen."
 
Niki Lauda lehnte sich zufrieden in seinem Stuhl zurück. "Ich hatte echt Angst, dass unser Vorsprung auf einer Aerodynamik-Strecke wie Barcelona zusammenbricht. Aber wir haben ihn auf Red Bull sogar ausgebaut." Fernando Alonso hat im Gegensatz zu Sebastian Vettel den WM-Titel praktisch schon aufgegeben. Er prophezeit: "Die Mercedes gewinnen in diesem Jahr alle Rennen." Hamilton will so weit nicht denken. "Ich nehme es Rennen für Rennen. Für mich zählt erst einmal das Duell gegen Nico in Barcelona. Dann sehen wir weiter."

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