6 Ausgaben testen + IAA Ticket gratis sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 35% Preisvorteil zum Preis von nur 15,30 € testen und gratis IAA Ticket im Wert von bis zu 16 € sichern!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mercedes bestätigt Favoritenrolle

Rosberg Schnellster trotz Fehler

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain - 22. Februar 2014 Foto: Mercedes 19 Bilder

Nach acht von zwölf Testtagen sind sich alle im Formel 1-Zirkus einig. Mercedes geht als großer Favorit nach Melbourne. Die Silberpfeile fahren die meisten und die schnellsten Runden. Alles fühlt sich so an wie in der Vergangenheit. Wo Red Bull froh um jede Runde ist, spult Mercedes Renndistanzen ab.

22.02.2014 Michael Schmidt

Die Zahlen sprechen für sich. Die Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton drehten an vier Tagen in Bahrain 315 Runden. Sie belegten die Plätze 3, 4, 1 und 1. Rosberg setzte mit 1:33.283 Minuten die absolut schnellste Zeit bei diesem Test. Sie lag um 1,627 Sekunden unter der zweitschnellsten Zeit, gefahren von Kevin Magnussen am zweiten Testtag.

Doch während der Däne mit superweichen Reifen unterwegs war, reichte Rosberg bei seinem Qualifikationsversuch die Mischung "soft". Und da lag noch mehr drin. "Ich habe in meiner schnellsten Runde in der letzten Kurve einen Fehler gemacht, wir hatten eine konservativere Kühlspezifikation drauf was Abtrieb gekostet hat, und ich habe auf den geplanten dritten Versuch mit weichen Reifen verzichtet."

Red Bull 6,5 Sekunden langsamer

Über die Mittagszeit spulte Rosberg eine Renndistanz ab. Mit zwei Boxenstopps und im Rahmen des vorgegebenen Spritlimits von 100 Kilogramm für 57 Runden. Es fühlte sich an, als wäre Mercedes noch in der V8-Ära unterwegs. "Besser als erwartet", atmete Projektleiter Aldo Costa auf. Er warnt aber auch: "Die Zeiten der Renault-Teams sind noch nicht repräsentativ. Da kommt sicher noch etwas."
 
Kann man sich da so sicher sein? Red Bull hat es an vier Tagen nur auf 116 Runden gebracht. Nach Sebastian Vettels Zwischenhoch am Donnerstag, fiel man mit Daniel Ricciardo in alte Untugenden zurück. Am Freitag Getriebeärger, am Samstag erneut der Antrieb. Ricciardos Bestzeit von 1.39,837 Minuten wirkt im Vergleich zu Rosbergs Rekordrunde wie ein Wert aus der GP2.

Mercedes standfest, aber nicht kugelsicher

Rosberg machte am Abend des achten Testtages ein zufriedenes Gesicht: "Ich fühle mich schon wohl in meinem Auto und habe mir das Setup so hingetrimmt, dass es gut für mich passt. Bei der Bremsbalance haben wir uns im Vergleich zu Jerez stark verbessert. Sie ist aber noch nicht perfekt. Das System ist einfach unheimlich komplex."

Auch der Mercedes bleibt hin und wieder stehen. Er verbringt aber selten mehr als zwei Stunden am Stück in der Garage. Alles macht den Eindruck, als hätte man das technische Ungeheuer im Griff. Rosberg warnt dennoch: "Im Augenblick sehen wir am stärksten aus. Doch zur absoluten Zuverlässigkeit ist es noch ein weiter Weg. Wir sind bestimmt noch nicht kugelsicher. Melbourne wird auch für uns eine riesige Herausforderung."

Rennen fühlt sich langsam an

Bei seiner Rennsimulation machte Rosberg erstmals Bekanntschaft mit dem Thema Spritsparen. Der Unterschied zu einer Qualifikationsrunde ist riesig. Die meisten Rundenzeiten im Rennen lagen zwischen 1.39 und 1.42 Minuten. Also sechs bis neun Sekunden langsamer als der Tagesbestwert.

"Manchmal fühlt es sich schon langsam an. Der Computer gibt dir eine Richtung vor, aber du hast als Fahrer immer noch genug zu tun. Du wählst in Absprache mit dem Ingenieur die Motor-Kennfelder aus, du gehst früher vom Gas oder fährst in höheren Gängen durch die Kurven. Am Armaturenbrett kannst du den aktuellen Spritstand immer verfolgen, aber du weißt natürlich nicht, was noch kommt, und welches Spritfenster optimal für den Rest der Renndistanz ist."

Neue Mercedes-Nase für letzte Testwoche

Der Mercedes AMG W05 sah in der ersten Testwoche von Bahrain nicht viel anders aus als in Jerez. Die Basis-Arbeiten sind jetzt abgeschlossen. Nächste Woche kommt das erste große Upgrade ans Auto. Wir haben gehört, dass eine neue Nase dazugehört. Sie soll etwas niedriger sein, aber den Frontflügel noch weniger stören, weil die Aufhängungspunkte weiter hinten liegen. Dann erst wird man sehen, wie schnell die Autos wirklich sind. Vielleicht fällt dann sogar Rosbergs Pole Position aus dem Vorjahr. Die steht bei 1.32,330 Minuten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden