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Mercedes-Chef Brawn

"Potenzial des Autos ist ausgeschöpft"

Michael Schumacher Foto: xpb 38 Bilder

Die Trainingsbilanz von Mercedes am Nürburgring ist gemischt. Nico Rosberg stellte den einen Silberpfeil auf Startplatz sechs. Michael Schumacher klagte über Setup-Probleme. Teamchef Ross Brawn sieht keine großen Steigerungsmöglichkeiten mehr: "Das Potenzial des Autos ist ausgeschöpft."

23.07.2011 Michael Schmidt

Für Nico Rosberg und Michael Schumacher werden die letzten zehn Grand Prix dieser Saison zu einer einzigen großen Testfahrt. Das große Facelift von Silverstone wird im Rest der Saison verfeinert. Teamchef Ross Brawn gibt zu: "Es geht jetzt hauptsächlich um Feintuning und um Antworten für die nächste Saison."

Mercedes macht keine großen Sprünge mehr

Der Brillenträger glaubt nicht, dass Mercedes noch ein Sprung wie Ferrari gelingt, der einen Rückstand von einst 1,4 Sekunden auf praktisch null verkürzt hat. "Unsere Situation ist nicht vergleichbar. Ferrari war zu Beginn der Saison ziemlich inkonstant. Sie hatten schlechte, aber auch gute Phasen. Bei uns war der Rückstand zur Spitze einigermaßen konstant. Nichts am Auto ist fundamental falsch. Uns fehlt nur ein bisschen Grip."

Die in Silverstone vorgestellte Auspuffmodifikation wird erst schrittweise Früchte tragen. "Es ist auf jeden Fall erfreulich, dass sie auf Anhieb funktioniert hat", applaudiert Nico Rosberg und schließt daraus, "dass wir uns gesteigert haben". Der von der Mitte der Seitenkästen an deren Ende verlegte Auspuff macht aus dem MercedesGPW02 ein anderes Rennauto. "Auch wenn ein Vergleich mit vorher schwer fällt, spüren wir mehr Grip", erzählt Rosberg.

Neuer Auspuff behebt Probleme mit den Hinterreifen

Der Grip ist eine Sache, die Sekundärfolgen eine andere. Ross Brawn sieht bereits positive Anzeichen: "Die neue Auspuffposition bringt uns mehr Freiheiten beim Setup. Da waren wir beim anderen Auspuff mehr eingeschränkt. Und das hat auch zu den Problemen mit den Hinterreifen geführt, die uns bis Monte Carlo gebremst haben. Seitdem hatten wir in der Beziehung keine Probleme mehr."

Nico Rosberg schaffte im Training zum GP Deutschland das bestmögliche Resultat. Startplatz sechs, einen Rang vor McLaren-Fahrer Jenson Button. Der Rückstand von 1,2 Sekunden auf die Spitze ist damit ein bisschen geschrumpft.

Für Michael Schumacher verlief das Training weniger erfreulich. Nach einem normalen Freitag schlichen sich bereits am Samstagmorgen Probleme ein. KERS hatte seinen Dienst eingestellt. "Da ist es natürlich schwer, das Auto optimal abzustimmen, weil KERS direkten Einfluss auf die Bremsbalance nimmt", klagte der Rekordsieger. Unter den Umständen war Startplatz zehn Schadensbegrenzung.

Abstimmungsproblem bei Schumacher

Schumacher spürte bereits im dritten Training, dass sein Dienstauto nicht mehr so gut auf der Strecke lag als am Vortag. Das setzte sich in der Qualifikation fort. Da KERS wieder funktionierte, fand er ein anderes Rennauto vor. Eines, das er nicht mehr optimal abstimmen konnte. "Dazu ist die Qualifikation nicht der ideale Zeitpunkt. Dann versuchst du mehr rauszuholen, als das Auto hergibt, und da passieren eben Fehler." Zum Beispiel in der Schikane vor der Zielkurve. "Ich fuhr da eine etwas komische Linie", grinste Schumacher verschmitzt.

Unter den Umständen ist auch ein Regenrennen kein Segen. "Wenn das Problem nicht behoben werden kann, nützt mir auch ein Regenrennen nicht viel", bedauert Schumacher. Nico Rosberg ist in einer ungleich besseren Position. "Vom Podest dürfen wir zwar noch nicht räumen, aber ein, zwei Positionen will ich schon gutmachen."

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