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Mercedes-Chefs happy

Neuer Hamilton-Vertrag nur Formsache?

Toto Wolff & Lewis Hamilton - GP Abu Dhabi 2014 Foto: xpb 73 Bilder

Lewis Hamilton ist im zweiten Jahr bei Mercedes auf dem Formel 1-Olymp angekommen. Teamchef Toto Wolff und Aufsichtsrat Niki Lauda gratulieren dem "verdienten" Champion. In den nächsten Wochen soll nun auch der Vertrag verlängert werden.

23.11.2014 Tobias Grüner

Toto Wolff war die Erleichterung nach der Zielflagge anzusehen. Das ganze Wochenende hatte der Mercedes-Teamchef etwas angespannt gewirkt. "Wir wussten zwar, dass wir den Titel gewinnen würden. Aber wir mussten sicherstellen, dass alles neutral zugeht. Es ist deshalb eine Erleichterung, dass jetzt alles vorbei ist", gab der Österreicher zu, während der Champagner von der Siegerehrung in den Haaren langsam zu trocknen begann.

Ganz zufrieden war Wolff mit dem Rennverlauf beim Finale aber nicht. "Die Gefühle sind gemischt. Lewis hatte eine unglaubliche Saison. Er hat 11 Rennen gewonnen. Er hatte viele Tiefpunkte, aber auch viele Höhepunkte. Er ist ein würdiger Weltmeister. Es ist aber auch ein bitterer Beigeschmack dabei heute. Wir haben hart daran gearbeitet, dass beide Fahrer das WM-Duell mit gleichen Waffen ausfechten können. Ich habe das Gefühl, dass wir Nico heute etwas im Stich gelassen haben."

Auch Niki Lauda bezeichnete Hamilton als verdienten Weltmeister und zog das rote Kapperl. Der dreimalige F1-Champion brachte den Engländer überhaupt erst von McLaren zu Mercedes. "Ich habe ihm vor 2 Jahren gesagt: Komm mit mir zu Mercedes! Dort wirst Du schneller einen Titel holen. Daran habe ich ihn heute erinnert."

Teamführung bekommt Fahrer-Duell in den Griff

Der Weg für Hamilton zum zweiten Titel war nicht leicht. Auch die Teamführung hatte im Laufe des Jahres viel zu kämpfen, um das Duell der beiden Fahrer nicht eskalieren zu lassen. Lauda erinnert sich an eine aufregende Saison mit Happy End: "Die Dinge haben sich nach Budapest hochgeschaukelt. Spa war dann der Höhepunkt. Danach haben wir es alle zusammen wieder unter Kontrolle bekommen. Das Ergebnis ist unglaublich. Sie kämpfen hart gegeneinander, aber sie umarmen sich anschließend und gratulieren sich. Sie respektieren sich. Deshalb erwarte ich, dass es nächstes Jahr etwas einfacher für uns wird."

Kollege Wolff ist sich da nicht so sicher: "Alles wird auf null gestellt, bevor es wieder losgeht. Es wird wieder Spannungen geben. Der Teamkollege ist der härteste Gegner. Ich habe keine Zweifel, dass wir wieder in ähnliche Situationen kommen. Alle Ups und Downs werden sich wiederholen. Alles andere wäre ja auch nicht normal. Das Wichtigste ist, dass man sich respektiert. Das hat man ja in der Szene nach dem Rennen vor dem Podium gesehen, dass der Respekt vorhanden ist."

Der Teamchef erwartet nicht, dass einer seiner Fahrer durch das Ergebnis dieser Saison einen entscheidenden Vorteil in der nächsten Saison haben wird: "Für Lewis war es wichtig zu zeigen, dass der erste WM-Titel keine einmalige Sache war. Er hat sich während der Saison extrem weiterentwickelt und wird gestärkt in die nächste Saison geben. Aber auch Nico hat gesehen, dass er so knapp dran war. Das wird ihn noch hungriger machen."

Sowohl Wolff als auch Lauda warnten davor, dass Entwicklungstempo nach dem ersten Titel zu verlangsamen. Trotz 16 Siegen in 19 Rennen könne man sich noch verbessern: "Das Auto muss haltbarer werden. Schnell ist es ja schon", so Wolff. "Von dem WM-Titel 2014 können wir uns dann nichts mehr kaufen."

Lauda sieht kein Problem mit neuem Hamilton-Vertrag

Die erste Baustelle im Winter ist die Vertragsverlängerung mit Lewis Hamilton. Der aktuelle Vertrag läuft nach der Saison 2015 aus. Lauda sieht die Unterschrift aber nur als Formsache an: "Wir werden das in den nächsten Wochen klären. Er ist happy. Wir sind happy. Ich sehe da keine Probleme."

Wolff sieht die Sache nicht ganz so einfach: "Lewis fühlt sich im Team zuhause. Das Auto ist das schnellste im Feld momentan. Damit haben wir schon 2 wichtige Argumente. Das ist aber keine Garantie, dass man schnell zu einer Einigung kommen wird. Wir würden es auf jeden Fall lieben, Lewis weiter zu behalten. Er war ein wichtiger Bestandteil beim Aufstieg. Wir wollen natürlich mit ihm weitermachen."

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