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Mercedes-Dämpfer

Silber-Abschied vom Titelkampf

Mercedes GP Italien 2013 Foto: xpb 67 Bilder

Der Mercedes-Höhenflug in diesem Jahr hat einen weiteren Dämpfer erhalten. Die Plätze 6 und 9 sind nicht genug, wenn man ein Wörtchen um den Titel mitreden will. Eine ganze Serie von Problemen hat ein besseres Ergebnis verhindert.

08.09.2013 Tobias Grüner

Mercedes hat in Monza ein echtes Seuchenwochenende hinter sich. Nachdem schon in Spa nicht alles optimal lief, erlebte der silberne Höhenflug in Italien den nächsten Dämpfer. Mit den Plätzen 6 und 9 für Nico Rosberg und Lewis Hamilton verlor man im Titelkampf an Boden. In der Teamwertung rutschte das Stuttgarter Werksteam auf Rang 3 hinter Ferrari zurück.

"Man darf niemals aufgeben, aber es ist ziemlich unrealistisch, jetzt noch auf Titel zu schauen", erklärte Sportchef Toto Wolff nach dem Rennen. Auch Hamilton bezeichnete seine Hoffnungen auf die Meisterschaft mit nun 81 Zählern Rückstand als nicht mehr vorhanden. Trotzdem will man den Entwicklungsplan noch nicht ändern und alle Ressourcen auf 2014 verschieben. "Das Ergebnis heute ändert nichts", so Wolff.

Podium im dritten Training verloren

Dabei hatte man sich bei Mercedes für die beiden Hochgeschwindigkeits-Strecken nach der Sommerpause besonders viel ausgerechnet. Im Gegensatz zu Spa stimmte in Monza wenigstens der Speed des Autos. "Wir waren richtig schnell heute", erklärte Nico Rosberg. "Deshalb ist das Ergebnis besonders ärgerlich."

Die Chance auf das Podium ging nicht am Sonntag verloren. "Wir haben heute noch für den Defekt im dritten Training bezahlt. Das hat zum schlechten Qualifying und zu den schlechten Startplätzen geführt", erklärt der Deutsche. "Für mich war es nicht besonders aufregend. Ich habe alles versucht an Nico vorbeizukommen, aber es hat nicht funktioniert. Man verliert hinter einem Auto so viel an Abtrieb. Und Nico war auch gut unterwegs. Am Ende haben wir sogar auf die Spitze aufgeholt."

Funk und Plattfuß bremsen Hamilton

Auch Lewis Hamilton war nach dem schlechten Qualifying von Beginn an in der Verfolgerrolle. Und dann fiel kurz nach dem Start auch noch der Funk aus. "Das war wie ein Blindflug. Ich hatte keine Informationen. Und die Boxentafel ist bei 320 km/h nicht so leicht zu lesen. Man muss die eigene Tafel unter den vielen erst einmal finden."

Die Kommunikationsstörung war aber nicht das einzige Problem. Kurz nach dem Start sahen die Ingenieure auf den Daten einen schleichenden Plattfuß. "Der Reifendruck ging jede Runde immer weiter runter. Wir wollten kein Risiko eingehen und haben ihn reingeholt." Eigentlich hatte Mercedes für Hamilton auch eine Einstopp-Strategie geplant. Wegen des Problems wurde auf 2 Stopps umgestellt.

Hamilton war sichtlich überrascht, von dem Befehl auf der Boxentafel. "Ich wusste bis nach Rennende gar nichts von meinem schleichenden Plattfuß. Jetzt verstehe ich, warum wir einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen mussten."

Update-Paket für Singapur

Der neunte Platz war etwas Schadensbegrenzung. In den letzten Runden fuhr der Brite wie entfesselt und schnappte sich einen Gegner nach dem anderen. "Ich hatte heute Nachmittag etwas Spaß im Rennen, besonders im Zweikampf mit Kimi Räikkönen. Aber es ist hart, weiter hinten im Feld zu kämpfen, wenn man weiß, dass unser Auto so viel schneller ist."
 
Für Singapur sind die Piloten aber schon wieder optimstisch gestimmt. Mercedes wird für das Nachtrennen ein größeres Update-Paket bringen. "Da werden wir wieder schnell sein. Da bin ich sicher", erklärte Rosberg.

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