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Mercedes-Duell spitzt sich zu

"Beide würdige Weltmeister"

GP Brasilien 2014 - Lewis Hamilton - Nico Rosberg Foto: xpb 73 Bilder

Zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg geht es immer enger zu. Mit seinem Sieg verkürzte Rosberg auf nur noch 17 Punkte Rückstand. Für Mercedes-Sportchef Toto Wolff wären beide würdige Weltmeister.

09.11.2014 Bianca Leppert

Wieder ein Doppelsieg für Mercedes, doch dieses Mal in der Reihenfolge Nico Rosberg vor Lewis Hamilton. Der Deutsche beißt sich weiter durch und hat den Titel noch längst nicht abgeschrieben. Und seine Chancen sind durchaus noch intakt. Wenn er in Abu Dhabi gewinnt und Hamilton schlechter als auf Platz zwei abschneiden sollte, hat er den Sack zugemacht.

Rosberg hat aus Austin gelernt

In Brasilien machte er es besser als in Austin und kontrollierte das Rennen, Hamilton zeigte hingegen Nerven und baute in Runde 28 in Kurve 4 einen Dreher ein. Obwohl er danach den Rückstand von über 7 Sekunden wieder auf 0,5 Sekunden verkürzte, gelang es ihm nicht an Rosberg vorbeizuziehen.

"Es war mein Fehler", sagte Hamilton. "Die Hinterreifen haben blockiert. Sie waren hinüber und haben gekörnt. Ich habe wohl etwas Grip verloren." Hamilton geht noch einen Schritt weiter und meint: "Der Dreher hat mich den Sieg gekostet. Ich war zu diesem Zeitpunkt eine Sekunde schneller als Nico."

Rosberg war im Gegensatz zu Austin dieses Mal derjenige, der fehlerlos blieb. "Ich habe aus Austin gelernt. Dort habe ich versäumt im entscheidenden Moment Druck zu machen." Der WM-Zweite fühlte sich so wohl im Auto, dass er die Situation seiner Meinung nach kontrollieren konnte. "Im ersten Stint habe ich schon gesehen, dass ich die Lücke kontrollieren kann und Lewis nicht in das Fenster kommt, wo er attackieren kann. Als Lewis sich gedreht hat und etwas Abstand hatte, konnte ich die Reifen auch mehr schonen. Das war bei dem hohen Reifenverschleiß entscheidend."

Doppelte Punkte verzerren WM

In Abu Dhabi geht es nun um alles. Die doppelten Punkte, die es für das Finale gibt, könnten die Situation jedoch verzerren. Das sieht auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff so. "Wenn einer von beiden ausscheidet, könnte das einen großen Schatten über die Meisterschaft werfen. Niemand mag die doppelten Punkte. Wir sollten das diskutieren und für nächstes Jahr abschaffen."

Trotzdem hält er an der Meinung fest, dass derjenige mit den meisten Punkten am Ende den Titel verdient hat. "Beide wären für mich würdige Weltmeister", sagt der Team-Häuptling. "Ich wünsche mir einen sauberen Kampf. Hoffentlich schaffen wir Platz eins und zwei." Einen Moment ist es ruhig, dann kommt der Einwand auf, dass bei einem Doppelsieg Hamilton in jedem Fall Weltmeister wäre. Schnell korrigiert sich Wolff: "Hoffentlich schaffen wir ein gutes Rennergebnis."

Die Erinnerungen an die Kollision in Spa sind noch frisch. Eine weitere Kollision im Kampf um die WM-Krone will Wolff nicht sehen. "Das Szenario ist immer noch da, dass sie kollidieren wenn es um alles geht. Wir haben gesehen, wie hart sie miteinander kämpfen, aber auch wie professionell es abläuft. Ich gehe nicht davon aus, dass sich das für das letzte Rennen ändert. Vielleicht stehe ich am Ende aber auch als Trottel da. Ich bin es zig Mal durchgegangen, was die möglichen Szenarien sind. Das verfolgt mich jeden Tag."

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