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Mercedes-Gipfel in Monza

Alonso will kein Friedensrichter sein

Pressekonferenz - GP Italien 2014 Foto: xpb 84 Bilder

Nico Rosberg und Lewis Hamilton trafen zum ersten Mal seit der internen Abrechnung bei der Donnerstags-Pressekonferenz in Monza wieder aufeinander. Fernando Alonso nahm den Platz zwischen den beiden Mercedes-Fahrern ein. Der Spanier wollte aber nicht den Friedensrichter spielen.

04.09.2014 Michael Schmidt

Aus dieser Pressekonferenz konnte nicht das werden, was sich viele von ihr versprochen haben. Nico Rosberg und Lewis Hamilton haben ihr Duell verbal nicht fortgesetzt. Das war auch nicht zu erwarten vor einem großen Auditorium mit vier Kollegen als Kulisse. Valtteri Bottas, Kevin Magnussen, Max Chilton und Fernando Alonso wirkten etwas verloren in dem Frage- und-Antwortspiel, in dem es eigentlich nur ein Thema gab. Das teaminterne Duell von Mercedes.

Alonso nahm bei der Elefantenrunde eine besondere Rolle ein. Der Ferrari-Pilot musste sich zwischen die Mercedes-Fahrer setzen. Die Sitzordnung wird von der FIA bestimmt. Sie wollte einen Puffer zwischen den Stallrivalen, um von vornherein Fahrt aus dem Konflikt zu nehmen. Was funktionierte.

Beide Mercedes-Piloten plauderten mit Alonso, vermieden jedoch den direkten Kontakt miteinander. Das sah nicht nach Versöhnung aus. Als Alonso dann auch noch gefragt wurde, ob er den Friedensrichter spielen wolle, lehnte der Spanier lächelnd ab. "Das ist nicht meine Aufgabe."

Rosberg zeigt Verständnis für Buhrufe

Das Aufeinandertreffen brachte keine Neuigkeiten. Beide Fahrer hielten sich zurück und wirkten fest ein bisschen gehemmt. Frei nach dem Motto: Nur kein falsches Wort. Dass sich Rosberg beim Team und bei Hamilton für die Kollision in Spa entschuldigt hat, war bekannt. Nicht, weil es ihm so befohlen worden war, sondern weil er fünf Tage nach der Karambolage anders darüber dachte. "Keiner kann mich zwingen, mich zu entschuldigen. Ich habe es aus freien Stücken getan."

Dass Niki Lauda vor Rosberg das Kapperl zog, um seine voreilige Verurteilung zu entschuldigen, hatte sich ebenfalls bereits herumgesprochen. "Es hat mich gefreut", ließ Rosberg wissen. Er zeigte sogar Verständnisse für die Buhrufe der Fans während der Siegerehrung. "Viele von ihnen sind weit gereist, um einen Duell zwischen Lewis und mir zu sehen. Und das wurde ihnen vorenthalten."

Hamilton will nur noch nach vorne schauen

Hamilton wollte die Ereignisse von Spa am liebsten zu den Akten legen. "Es bringt nichts, zurückzuschauen. Ich habe die Zeit dazwischen genutzt abzuschalten und meine Batterien neu aufzuladen. Es gibt immer noch genügend Punkte zu holen." Ob das Vertrauen in Rosberg zurückgekehrt sei, wollte einer wissen. "Vertrauen ist ein großes Wort. Vor allem auf der Rennstrecke."

Auch Rosberg wich auf direkte Fragen aus: "Ich genieße den Moment. Wann in deiner Karriere kriegst du ein Auto, mit dem du weißt, dass du jedes Rennen gewinnen kannst?" Immerhin räumte der WM-Spitzenreiter ein, dass die interne Rivalität eher gut als schlecht für das Team sei. "Das hat uns erst nach vorne gebracht. Deshalb ist das Auto so gut, wie es ist. Weil wir uns gegenseitig antreiben."

Zum Schluss kam noch einmal Alonso ins Spiel. Man wunderte sich über das herzliche Verhältnis mit Hamilton, den er 2007 mehr als einmal verflucht hatte und in Budapest in eine Falle laufen ließ. Konnte man daraus Pakt gegen Rosberg ableiten? Alonso schüttelte unwirsch seinen Kopf: "Mit Lewis hatte ich nie ein Problem. Wir hatten 2007 ein professionelles Verhältnis. Ich kam nur mit dem Management und der Philosophie in dem Team nicht klar. Deshalb haben sich unsere Wege getrennt."

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