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Mercedes GP

Den Erwartungen hinterhergehinkt

Schumacher Impressionen GP Türkei 2011 Foto: xpb 153 Bilder

Am Samstag schloss Nico Rosberg nicht aus, das Rennen gewinnen zu können. Am Sonntag wurde diese Hoffnung mit Platz fünf jäh enttäuscht. Michael Schumacher wurde nur Zwölfter. "Große Freude habe ich momentan nicht", gab er unverhohlen zu.

08.05.2011 Bianca Leppert

Wieder hatte Mercedes GP die Chance aufs Podium zu fahren. Und wieder verpufften die Hoffnungen. Nico Rosberg ging von Platz drei ins Rennen. Als Fünfter sah er die Zielflagge. Eine ernüchternde Bilanz. Zwar machte er beim Start eine Position gut und überholte Mark Webber, doch später fiel er immer weiter ab. Bereits in der neunten Runde tuckerte er nur noch auf dem vierten Platz herum.

Fehlende Pace im Rennen

"Ich war viel zu optimistisch", gab Rosberg nach dem Rennen zu. "Ich habe gedacht, wir können die Quali-Performance auf das Rennen übertragen." Doch bereits die Longrun-Zeiten vom Freitag deuteten an, dass Mercedes GP noch einige Hausaufgaben bis zum Sonntag hätte erledigen müssen. Das ist nicht gelungen. "Heute zeigte sich wieder die Wahrheit, dass wir im Qualifying stärker sind und uns Red Bull nähern. Aber im Rennen fehlt einiges."

Vor allem der Grip an den Hinterreifen. Der Reifenverschleiß mit viel Sprit an Bord war zu hoch. Im ersten Stint bildeten sich Blasen auf den Reifen. Eine Erklärung für die schlechten Rundenzeiten, die zeitweise zwei Sekunden über denen von Vettel lagen.

"Zuerst haben die Reifen hinten abgebaut. Dann habe ich den Frontflügel runter gestellt, dann haben sie vorne abgebaut", erklärt Rosberg das Schlamassel. Je leichter die Mercedes wurden, desto besser lief es. Ein Schwachpunkt, an dem Mercedes GP arbeiten muss. "Für die nächsten Rennen hat das Feintuning unseres Renn-Setups Priorität, besonders auf Strecken, auf denen die Handhabung der Reifen schwierig ist", ordnet Teamchef Ross Brawn an.

Hat Schumi keine Lust mehr?

Michael Schumacher hatte zusätzlich noch andere Probleme. Bereits in der zweiten Runde rauschte er mit Vitaly Petrov aneinander. Der Russe fuhr über seinen Frontflügel. Die Schuld lag jedoch bei Schumacher. "Der Zwischenfall mit Petrov hat mein Rennen bestimmt: Wir waren sehr nah zusammen und ich war überrascht, dass wir uns berührt haben, dennoch war es hauptsächlich mein Fehler", gibt er zu.

Der siebenmalige Weltmeister musste die Box ansteuern und sich einen neuen Frontflügel abholen. Mit dem Extra-Boxenstopp war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Mehr als Platz zwölf war nicht drin. Die Bilanz der Saison 2011 gibt Grund zur Sorge. Ein Ausfall, ein neunter Platz, ein achter Platz und nun Rang zwölf. "Große Freude habe ich momentan nicht", räumt er ein. Mercedes-Sportchef Norbert Haug will von dem Frust seines Fahrers indes nichts wissen. "Er fährt wie ein hungriger Junior und nicht wie einer, der die Faxen dicke hat."

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