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Mercedes GP

Schumi verpasst erstes Podium knapp

Michael Schumacher Foto: xpb 51 Bilder

So nah wie in Montreal war Michael Schumacher lange nicht an einem Platz auf dem Podium dran. Bei chaotischen Bedingungen konnte der Regengott seine ganze Erfahrung ausspielen. Am Ende reichte es dennoch nur zu Rang vier.

13.06.2011 Michael Schmidt

Michael Schumacher hat eine lange Durststrecke hinter sich. In der Türkei musste er sich erfolglos im Mittelfeld herumschlagen. Am Ende gab er sogar zu, dass er nur wenig Spaß hatte. In Barcelona lief es mit einer Runde Rückstand auf Sieger Sebastian Vettel nicht viel besser. In Monaco beendete ein Feuer in der Airbox ein weiteres verkorkstes Wochenende.

Der Reise nach Kanada blickte Schumi nur wenig optimistisch entgegen. Die superweichen Pirelli-Gummis hatten sich schon in Monaco nicht mit dem reifenfressenden Mercedes vertragen. Auf der Highspeed-Strecke in Montreal erwartete der Rekordchampion noch mehr Probleme.

Fehlerlose Fahrt im Regen von Montreal

Doch am Sonntag war der Regengott ein Mercedes-Fan. Bei widrigen Bedingungen konnte der siebenfache Kanada-Sieger seine ganze Erfahrung auf der Ile Notre Dame ausspielen. Während sich die Konkurrenz gegenseitig aus dem Rennen nahm, blieb der Mercedes mit der Startnummer sieben stets in der Spur.

Auch von einer falschen Strategie im ersten Teil des Rennens ließ sich Schumacher nicht bremsen. Als es abzutrocknen schien, wechselte der Deutsche in Runde 18 auf Intermediates, nur drei Umläufe später waren wieder die Extrem-Regenreifen nötig. Statt auf Platz fünf stand der 42-Jährige während der Unterbrechung nur auf Rang zwölf.

Doch nach der zweistündigen Pause begann mit einem leicht veränderten Setup die große Aufholjagd. Als einer der ersten wechselte Schumacher in Runde 34 von den stark auf die weniger profilierten Reifen, was ihn schon auf Rang sieben nach vorne spülte. Ein gut getimter Wechsel auf Slicks in Runde 52, einige Ausfälle der Konkurrenz und ein Überholmanöver der Extraklasse gegen Felipe Massa und Kamui Kobayashi brachten Schumacher schließlich bis auf Rang zwei nach vorne.

Zweiter Platz war nicht zu halten

"Ich war selbst etwas überrascht, als ich plötzlich Zweiter war", grinste der Deutsche später. "Die Umstände sprachen für mich. Bei solchen Bedingungen kann man die Unterschiede deutlich machen. Wäre schön gewesen, wenn wir das bis ins Ziel hätten halten können."

Leider ließ der Regen nach und die Strecke wurde immer trockener. Plötzlich musste Schumacher in den Rückspiegel schauen. Die erste Attacke gegen Mark Webber konnte er noch abwehren. Doch gegen den furios fahrenden Jenson Button blieb er chancenlos. Vier Runden vor der Ziellinie musste er sich dann allerdings doch noch Webber geschlagen geben.

Lachendes und weinendes Auge

"Ich verlasse dieses Rennen mit einem lachenenden und einem weinenden Auge", erklärte Schumi nach Platz vier. "Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen oder traurig sein soll. Auch wenn es am Ende nicht ganz mit dem Podium geklappt hat, können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die gute Strategie nach der Unterbrechung hat das erst möglich gemacht. Ich freue mich für das ganze Team."

Schumis Dank galt am Ende auch den Fans in Montreal: "Ich möchte auch den Zuschauern ein Kompliment aussprechen, die in schwierigen Umständen bei uns geblieben sind und uns angefeuert haben. Das war wirklich beeindruckend. Ich freue mich, dass ich zu ihrer Unterhaltung beitragen konnte."

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