Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1: Mercedes GP verzichtet auf Protest

Kein Einspruch gegen Schumacher-Strafe

Michael Schumacher Foto: Mercedes GP 30 Bilder

Mercedes GP wird die Strafe gegen Michael Schumacher nach dem GP Monaco nicht anfechten. Der bereits angekündigte Einspruch wird nicht eingereicht. Ein Schuldeingeständnis sei das laut Mercedes allerdings nicht. Die Strafe bezeichnete das Silberpfeil-Team als unverhältnismäßig.

18.05.2010 Tobias Grüner

Die Formel 1 ist noch einmal um einen langfristigen Rechtsstreit herumgekommen: Kurz vor Ende der 48-stündigen Einspruchsfrist hat Mercedes GP seinen bereits angekündigten Protest zurückgezogen. Die 20-Sekunden Strafe gegen Michael Schumacher bleibt somit bestehen. Von Rang sechs rutscht der Rekordchampion somit auf Platz zwölf aus dem WM-Punkten.

Mit dem abgeblasenen Gang vor das Berufungsgericht gesteht Mercedes GP die Schuld aber keineswegs ein. In einer Mitteilung am Dienstag (18.5.) legte das Silberpfeil-Team noch einmal eine detaillierte Begründung vor, warum man Michael Schumacher in der letzten Kurve den Angriff auf Fernando Alonso empfahl.

Mercedes GP gibt Befehl zum Angriff

"In der letzten Runde haben wir unsere Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg instruiert, von der Safety-Car-Linie bis zum Ziel wieder Rennen zu fahren, wie es in den Artikeln 40.7 und 40.11 erlaubt ist. Mercedes GP war sich des Artikels 40.13 vollkommen bewusst, der ein Überholverbot vorsieht, wenn das Rennen unter Safety-Car-Bedingungen beendet wird."

Nach eigenen Angaben glaubten die Strategen an der Boxenmauer allerdings, das dieses in Monaco nicht der Fall war. "Die Kombinationen der Mitteilungen "Safety Car in this lap" und "Track clear" sowie die grünen Flaggen und Lichter am Safety-Car zeigten unserer Meinung an, dass das Rennen nicht mit einem Safety-Car beendet wird und alle Fahrer wieder Rennen fahren dürfen."

Mercedes GP-Interpretation von der Konkurrenz geteilt

Wie Mercedes weiter anfügt, sei man nicht das einzige Team gewesen, dass sich im Glauben befand, dass auf den letzten 500 Metern Angriffe erlaubt seien. "Diese Meinung wurde scheinbar von der Mehrzahl der Teams mit Autos unter den ersten Zehn geteilt, die ihren Fahrern auch Instruktionen gaben, bis zur Ziellinie Gas zu geben", behauptet Mercedes.

Laut Mercedes konnten die Kommissare diese Sichtweise in den Diskussionen nach dem Rennen auch nachvollziehen. Allerdings wurde am Ende dann doch eine Strafe gegen Schumacher ausgesprochen. Im Boulevard wurden daraufhin Verschwörungen gegen Schumis ehemaligen Rivalen Damon Hill laut, der in Monaco als FIA-Steward an der Urteilsfindung beteiligt war.

Mercedes GP zufrieden mit Stewards, aber nicht mit Strafe

Diesen Verdächtigungen werden vom betroffenen Team jedoch nicht geteilt: "Mercedes GP möchte betonen, dass wir die Einbindung von ehemaligen Fahrern in das Gremium der Stewards unterstützen und wir sind vollständig zufrieden damit, wie professionell, unparteiisch und vernünftig die Stewards in diesem Fall vorgegangen sind."

Mit dem Urteil selbst ist man bei dem Rennstall aus Brackley selbstverständlich nicht einverstanden. Deshalb soll der Artikel 40.13 des sportlichen Reglements noch einmal auf die Agenda der zuständigen Arbeitsgruppe. "Wir glauben, dass die 20-Sekunden-Strafe, die gegen Michael ausgesprochen wurde unter den gegebenen Umständen unverhältnismäßig war."

Kein Protest im Interesse des Sports

Mercedes zeigte sich am Ende des am Dienstag veröffentlichten Statements zufrieden damit, dass die FIA zumindest Verständnis für die fehlerhafte Regelinterpretation aufbrachte. "Deshalb wird Mercedes im Interesse des Sports keinen Einspruch einlegen."

Umfrage
War das Überholmanöver von Michael Schumacher legal?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden