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Mercedes GP W02

Neuer Silberpfeil mit Entennase

02/11 Mercedes GP W02 2011 Launch Foto: xpb 22 Bilder

In Valencia wurde erstmals der neue Mercedes GP W02 gezeigt. Das Markenzeichen des neuen Silberpfeils ist seine Entennase. Der Rest des Autos nimmt Anleihen bei Red Bull und McLaren. Insgesamt wirkt der MGP W02 deutlich zierlicher als sein Vorgängermodell.

06.02.2011 Michael Schmidt

Das ist die neue Bescheidenheit. Präsentationen von neuen Formel 1-Autos finden in der Boxengasse statt. Ohne Trommelwirbel und Scheinwerferlicht. Der erste Auftritt des neuen MercedesGP W02 dauerte nur zehn Minuten. Michael Schumacher und Nico Rosberg setzten beim Wegziehen der Decke zwei Mal an, dann kam das silbergrüne Auto endlich zum Vorschein. Während der neue Red Bull eine Evolution des alten ist, hat der Silberpfeil Jahrgang 2011 nur entfernt etwas mit seinem Vorgänger zu tun.

Silberpfeil trägt die Nase hoch

Die Unterschiede beginnen schon bei der hoch getragenen Entennase, die deutlich filigraner wirkt als das Gegenstück aus dem letzten Jahr. Der Schnabel geht fast waagrecht in das Cockpit über. Die Höcker an der Vorderradaufhängung sind stärker ausgeprägt als bei der Konkurrenz, aber nicht so deutlich wie beim Red Bull letztes Jahr. Das Reglement schiebt in dem Bereich einen Riegel vor.

Ähnlich wie der Sauber aus dem Vorjahr ragen die Stelzen für den Frontflügel weit nach vorne. So kann der Flügel ungestörter arbeiten. Auch die Seitenkästen sind nicht mehr so mächtig wie beim alten MGPW01. Der Kühleinlass vorne erinnert an den McLaren, die schräg abfallende Motorverkleidung an den Red Bull. Hauptsponsor Petronas wird es freuen. Die Firmenfarbe Türkisgrün auf der Taille des Mercedes ist viel deutlicher zu sehen als im letzten Jahr.

Um das Heck so kompakt wie möglich zu gestalten übernahm die neu formierte Designtruppe um Russell Cooley, John Owen und Andrew Shovlin an der Hinterachse das Zugstrebenprinzip von Red Bull. Dabei liegen die Anlenkpunkte platzsparend am Boden des Getriebes statt auf dem Dach. Das Getriebe ist eine Neukonstruktion mit einem Gehäuse aus Aluminiumguss. Das Heck folgt dem allgemeinen Trend. Alles so schmal wie möglich, um dem gekappten Diffusor Platz zum Arbeiten zu geben.

Silberpfeil wurde viel kleiner

Die heiße Kühlluft entweicht durch Kiemen in der Nähe des Unterbodens und ein Loch am Ende der Airbox. Bei der Airbox selbst sind die Mercedes-Ingenieure zur klassischen Lösung mit einer Öffnung über dem Fahrerkopf zurückgekehrt. Im letzten Jahr war der Einlass zweigeteilt. Interessant ist auch der Heckflügel. Mercedes verzichtet auf eine zentrale Stütze. Die Endplatten tragen die oberen Flügelelemente. Red Bull macht es ähnlich. Der Unterschied ist jedoch, dass Mercedes den Verstellmechanismus für den Heckflügel von den Endplatten aus betätigt, während Red Bull in der Mitte des Flügels eine Art Haken montiert hat, der den Flap auf Befehl des Fahrers flach oder steil stellt.

Unsichtbar ist der der Hybridantrieb. Die Kassette mit den Batterien und der Leistungselektronik ist in den Unterboden eingelassen. Das hält den Schwerpunkt tief. Das Gewicht soll bei unter 23 Kilogramm liegen. Das wäre Rekord. Mercedes-Rennleiter Norbert Haug zieht sein erstes Fazit bereits vor dem ersten Kilometer auf der Strecke: "Das Auto ist viel kleiner als das vom letzten Jahr. Es zeigt deutlich die neue Handschrift. Die Ingenieure haben sich mehr getraut." Dass der MGP W02 in einigen Details Ähnlichkeiten mit dem Red Bull nicht abstreiten kann, will Haug gar nicht leugnen: "Man orientiert sich immer am besten Auto im Feld."

auto motor und sport berichtet live von den Formel 1-Testfahrten in Valencia. Alle News, Hintergründe und viele Bilder finden Sie hier im Minutentakt aktualisiert in unserem Live-Ticker.

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