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Mercedes im Nirwana

War die Streckentemperatur schuld?

GP Bahrain 2013 Nico Rosberg Foto: xpb 22 Bilder

Am Samstag war der Jubel über die Pole-Position  bei den Silberpfeilen noch groß. Doch am Sonntag bewahrheiteten sich die Befürchtungen, die man für das Rennen hatte. Platz fünf und neun sind nicht mehr als Schadensbegrenzung.

21.04.2013 Bianca Leppert

Am Anfang des Grand Prix von Bahrain erlebte Mercedes für einige Minuten ein paar glanzvolle Momente. Nico Rosberg münzte seine Pole-Position in die Führung um. Doch es dauerte nicht lange, bis Sebastian Vettel kurzen Prozess mit seinem Landsmann machte. In Runde drei verlor der Stern seine Strahlkraft.

Rosberg wird durchgereicht

Nach und nach wurde Rosberg nach hinten durchgereicht. "Ich habe mich heute im Auto nicht wohl gefühlt und es hat auf der Strecke nicht viel Spaß gemacht", sagte Rosberg. Gleich vier Mal musste er die Box ansteuern. Aus der Gruppe der Top-Teams musste außer Rosberg nur Jenson Button so viele reguläre Stopps absolvieren.

"Wir wechselten am Ende meines dritten Stints auf eine Vier-Stopp-Strategie, aber das half uns nicht genügend", meint Rosberg. "Unsere Hinterreifen bauten zu stark ab und am Schluss hatte ich große Schwierigkeiten und konnte nicht mehr ausreichend angreifen." Am Ende stand ein enttäuschender neunter Platz zu Buche.

Hamilton profitiert von sinkenden Temperaturen

Lewis Hamiltons Rennen konnte man an Rosbergs Rennen spiegeln. Bei ihm war am Anfang der Wurm drin, zum Ende hin lief es besser. "Ich habe auf die Reifen geachtet, hatte aber auf den ersten beiden Stints trotzdem Probleme und büßte Positionen ein", rapportiert Hamilton. "Als die Temperaturen fielen, wurde mein Auto schneller und ich fand den nötigen Grip, um anzugreifen und den Abstand zu verringern." Er landete auf Rang fünf.

"Wir wissen noch nicht, ob es an den Reifen lag oder, dass wir acht Grad weniger hatten", rätselte Mercedes-Sportchef Toto Wolff nach dem Rennen. "In gewisser Weise war es das Ergebnis, das wir erwartet hatten. Unsere Pace auf eine Runde war gestern im Qualifying sehr gut, aber es war damit zu rechnen, dass es bei den Temperaturen im Rennen extrem schwierig würde. Das Stichwort lautet Schadensbegrenzung."

Mercedes als Wundertüte

Alleine die Temperaturen können nicht das Problem gewesen sein. Auch in Malaysia war es heiß, dort waren die Silberpfeile im Rennen konkurrenzfähig. Der Kurs in Bahrain fordert mit seiner Stop-and-Go-Charakteristik aber zusätzlich extrem die Hinterreifen. Schon immer die Achillesferse von Mercedes.

Bei aller Kritik, darf man aber auch nicht vergessen, dass Lewis Hamilton den dritten Platz in der Fahrerwertung belegt. Es fehlt allerdings noch eindeutig an Konstanz. "Man muss am Sonntag und nicht am Samstag Rennen fahren", sagt Wolff selbstkritisch. "Es geht nicht darum, dass wir Ausreißer-Ergebnisse am Anfang der Saison haben, sondern um eine nachhaltige Entwicklung über die ganze Saison hinaus. Das war über all die Jahre das Problem des Teams. Da müssen wir den Finger reinlegen."

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