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Mercedes im Regen schnell

Hamilton entschied sich für Weiterfahren

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Australien - 16. März 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Nico Rosberg beendete die erste K.O.-Runde der Qualifikation als Schnellster. So darf sich Mercedes für 16 Stunden als Trainingsschnellster fühlen. Lewis Hamilton schaffte trotz eines Unfalls den Sprung in die nächste Runde. Den Befehl zur Inspektion an die Box zu kommen ignorierte der Engländer.

16.03.2013 Michael Schmidt

Mercedes hätte sich einen Abbruch gewünscht. Es wurde nur eine 16-stündige Unterbrechung daraus. Wäre nach der ersten K.O.-Runde des Abschlusstrainings Schluss gewesen, hätten die Silberpfeile eine Pole Position feiern können. Nico Rosberg schlug Fernando Alonso um 0,47 Sekunden.

Es war eine Frage der Zeit. Die abtrocknende Strecke wurde mit jeder Minute schneller. Rosberg fuhr seine Runde 1,19 Minuten nach Alonso. Er wäre noch von Sebastian Vettel geschlagen worden, hätte der seine Runde wegen gelber Flaggen nicht abbrechen müssen. Rosberg glaubt, dass er hätte kontern können: "Ich hätte nichts dagegen gehabt, bei Regen weiterzufahren. Bei den Bedingungen hätte ich das Auto in die erste Startreihe fahren können."

Hamilton bekommt nach Unfall zweite Chance

Wäre nach 20 Minuten Schluss gewesen, wäre Lewis Hamilton nur auf Platz zehn gestartet. So bekommt der Engländer am Sonntagmorgen um elf Uhr eine zweite Chance. Dass er seine Startposition am Sonntag noch korrigieren kann, hat er sich selbst zu verdanken. In der zweiten fliegenden Runde kreiselte Hamilton in der zweiten Kurve in den Reifenstapel. Beim Aufprall beschädigte er die linke hintere Endplatte seines Mercedes.

"Die ist an der Stelle dünn wie Papier", erklärte Teamchef Ross Brawn. Zunächst steckte Hamilton im Schlamm fest, doch nachdem er rückwärts rangierte, kam er wieder frei. Die beschädigte Endplatte flatterte wie eine Fahne im Wind. Der Engländer wurde am Funk gewarnt: "Box, box, box: Dein Heckflügel ist kaputt."

Regenbestzeit macht Mercedes Mut

Lewis Hamilton entschied sich fürs Weiterfahren. Und er tat gut daran. Er brauchte zum Überleben eine Rundenzeit. Mit seiner ersten Runde wäre er durch den Rost gefallen. "Wir wollten ihn eigentlich nur zur Inspektion reinrufen", erklärt Brawn. "Für einen Flügeltausch wäre es zu knapp geworden. Der dauert bei uns sieben bis acht Minuten. Lewis hat uns gesagt, dass er lieber draußenbleiben will."

Die gute Vorstellung im Regen macht Brawn Mut. Sie bestätigt Nico Rosbergs exzellente Vorstellung bei den Barcelona-Tests im Regen. "Auf diesem Gebiet haben wir einen deutlichen Fortschritt gemacht. Bei Regen ging im letzten Jahr nicht viel. Ein Auto, das schnell im Regen ist, kann zwei Dinge: Es hat Abtrieb, und es generiert Reifentemperaturen. Das hilft uns auch auf trockener Piste."

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