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Mercedes in Montreal stark

Hamilton kommt vom Pole-Kurs ab

Lewis Hamilton GP Kanada 2013 Foto: xpb 64 Bilder

Mercedes ist auch auf nasser Piste ein Kandidat für die Pole Position. Lewis Hamilton verlor sie in der Schikane vor Start und Ziel. Nico Rosberg konnte wegen Problemen mit dem Funk nicht ferngesteuert werden. Regen im Rennen wäre den Mercedes-Piloten lieber. Auf trockener Bahn müssen sie wieder Reifen schonen.

08.06.2013 Michael Schmidt

Nach vier Pole Positions in Folge war Mercedes in Montreal nur zweiter Sieger. Lewis Hamilton verpasste Sebastian Vettels Bestzeit um 0,087 Sekunden. Eine Kurve vor dem Zielstrich lag der Engländer noch sieben Zehntel unter Vettels Zeit. Doch dann rutschte er in der Schikane vor den Boxen durch den Notausgang.

"Es war ein bisschen zu nass dort, weil es wieder zu regnen begann. Trotzdem hätte es für die Pole Position reichen können. Deshalb bin ich nicht hundertprozentig happy mit mir", erklärte der Vorjahressieger anschließend.

Rosberg ohne Fernsteuerung

Nico Rosberg musste im entscheidenden Training praktisch ohne Funk auskommen. "Nur auf der langen Geraden habe ich etwas gehört. Bei den wechselnden Bedingungen ist das ein echtes Problem. Die Ingenieure können dir nicht die Lenkradeinstellungen vorbeten, oder dich über die Temperaturen von Bremsen und Reifen informieren."

"Außerdem wusste ich nicht, dass es am Ende noch für drei Runden am Stück reichen würde. Ich dachte, es wären nur zwei. Damit stimmte das Timing nicht." Trotzdem landete Rosberg auf dem vierten Startplatz. "Unter den Umständen muss ich damit mehr als zufrieden sein."

Keine Monaco-Taktik in Montreal

Rosberg und Hamilton hätten am Sonntag am liebsten ein Regenrennen. Dann müssten sie sich keine Sorgen um die Reifen machen. "Wir sind auf nasser Strecke auch in den Longruns schnell. Ein Regenrennen wäre für uns einfacher. Wenn es trocken wird, spielt wieder das Reifenmanagement die große Rolle", analysiert Rosberg.

Die Mercedes-Piloten werden ihre Monaco-Taktik in Montreal nicht wiederholen können. "Auf der Strecke kannst du deine Position nicht so einfach verteidigen. Die ersten Runden sind am kritischsten. Wenn du es da übertreibst, bezahlst du dafür. Wir rechnen damit, dass Alonso schnell nach vorne kommen wird. Er war nach unseren Berechnungen in den Rennsimulationen der Schnellste", erzählt Teamchef Ross Brawn.

Seiner Meinung nach entscheidet im Rennen die beste Fahrzeugbalance. "Wer die richtig trifft, hat einen großen Vorteil. Andernfalls werden die Reifen auf der grünen Strecke stark körnen. Wir haben das am Freitag bei den Red Bull beobachtet."

Einfache Strecke für die Reifen

Montreal zählt laut Brawn zu den eher einfachen Strecken in Bezug auf das Reifenmanagement. Es fehlen die schnellen Kurven. "Beim Beschleunigen und Bremsen ist es leichter für den Fahrer, seine Reifen in Schuss zu halten. Er muss einfach aufpassen, dass die Reifen nicht durchdrehen oder blockieren. Sich in schnellen Kurven zu zügeln ist schwieriger, weil dir da das Feedback fehlt, wie viel Geschwindigkeit gerade noch reicht, um die Reifen nicht zu überfordern. Es geht um fünf Grad hin oder her. Einmal über die kritische Grenze hinaus, und der Reifen erholt sich nie mehr."

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