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Mercedes in Silverstone überrumpelt

Das Start-Geheimnis von Williams

Valtteri Bottas - GP England 2015 Foto: xpb 63 Bilder

Dieses Bild werden die Mercedes-Piloten so schnell nicht vergessen. Die erste Kurve war noch nicht erreicht, da waren Felipe Massa und Valtteri Bottas schon an ihnen vorbei gespurtet. Massa erklärte das Geheimnis der Biltzstarts.

06.07.2015 Michael Schmidt

Das hatte es in diesen Jahr überhaupt noch nicht gegeben. Zwei Fahrer aus der zweiten Startreihe hatten in der ersten Kurve die Nase vorn. Die beiden Williams spurteten schon auf den ersten 200 Metern an den Mercedes von Lewis Hamilton und Nico Rosberg vorbei. Mit einer Leichtigkeit, die alle verblüffte. Was natürlich sofort die Frage aufwarf: Hat Williams ein neues Startprogramm? Chefingenieur Ron Smedley beteuerte: "Es war alles wie immer."

Von der Pole Position in die erste Kurve sind es in Silverstone 420 Meter. Das liegt im mittleren Bereich. Barcelona ist mit 730 Metern Spitzenreiter. Am Red Bull-Ring sind es dagegen nur 185 Meter bis zum Anbremspunkt der ersten Kurve. Trotzdem reichte es für die Williams-Piloten, den Startplatznachteil von 16 respektive 24 Metern locker wettzumachen. Sie schossen wie die Raketen an den Mercedes vorbei.

Massa spielt mit zweitem Kupplungspedal

Hamilton und Rosberg berichteten übereinstimmend, dass sie keinen Grip vorfanden. "Es ist hier einfach, dass die Hinterräder durchdrehen. Die Strecke hat auf der Zielgeraden nicht viel Grip", berichtete Hamilton.

Rosberg meinte nur: "Ich habe keine Erklärung für unsere schlechten Starts. Nach dem Übungsstart habe ich das Kupplung noch einmal optimiert." Die Mercedes-Ingenieure widersprachen: "Unsere Starts waren etwas unterhalb der Norm. Die von Williams waren phänomenal."

Es lag an den Fahrern, dass sich beim Start die Reihenfolge umdrehte. Felipe Massa erklärte warum: "Es ist bekannt, dass der Startplatz in Silverstone besonders glatt ist. Deshalb haben wir die Kupplung schon vorher auf minimalen Schlupf eingestellt. Als ich sah, wie bei Lewis die Hinterräder durchdrehen, habe ich die Kupplung mit dem zweiten Pedal maximal schleifen lassen. Ich sagte mir: Mach bloß nicht, was die Mercedes-Jungs vor dir machen." Dann verteilte der Brasilianer noch ein Selbstlob: "Meine Starts sind fast immer gut. Ich glaube, es gibt keinen Fahrer, der auf den ersten Metern so viele Plätze gutmacht wie ich."

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