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Mercedes investiert in Erfolg

179 Millionen für doppelte Punkte

Lewis Hamilton - GP Japan 2013 Foto: Wilhelm 23 Bilder

Mercedes muss um den zweiten Platz im Konstrukteurspokal fürchten. Ferrari hat 10 Punkte Vorsprung, Lotus nur noch 23 Zähler Rückstand. Der Vize-Titel ist Pflicht für die Silberpfeile. Das würde den Anstieg des Budgets von 2011 auf 2012 um 25 Prozent rechtfertigen.

14.10.2013 Michael Schmidt

Die WM-Titel sind für Red Bull und Sebastian Vettel reserviert. Doch um Platz zwei gibt es noch einen heißen Tanz. Fernando Alonso hat 30 Punkte Vorsprung auf Kimi Räikkönen und 46 auf Lewis Hamilton. Er spricht von einem Wunder, "bei dem Auto, das ich habe". Das ist an Ferraris Adresse gerichtet. Motto: Seht her, was ich wert bin.

Im Konstrukteurspokal geht es noch enger zu. Mercedes gerät plötzlich unter Druck. Aus den letzten drei Rennen kamen nur 42 Punkte auf das Teamkonto. Ferrari ist den Silberpfeilen um 10 Zähler enteilt. Und Lotus kommt immer näher. Das Team aus Enstone hamsterte in Singapur, Korea und Japan 79 Punkte. Der Rückstand von 23 Zählern auf Mercedes ist nicht uneinholbar.

Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali beschreibt den Dreikampf so: "Mercedes hat das schnellste Auto im Training, Lotus das schnellste im Rennen. Wir liegen dazwischen. Um den zweiten Platz zu sichern, müssen wir im Training besser werden."

Lauda macht Druck in England

Mercedes-Aufpasser Niki Lauda fordert von seiner Truppe, dass man im Rennen schneller wird und die Fehler abbaut. "Die Entwicklung am Auto ist gelaufen. Wir müssen jetzt alles darauf konzentrieren, dass wir das Tempo, das in dem Auto steckt, auch im Rennen abrufen. Deshalb werde ich gleich am Dienstag nach England reisen. Wir dürfen nicht weiter Punkte herschenken."
 
In Japan schrieb Lewis Hamilton einen Nuller, weil sein Mercedes nach dem Reifenschaden unfahrbar war. 40 Punkte weniger Abtrieb kosteten zwei Sekunden pro Runde. Nico Rosberg wurde vom eigenen Team ausgetrickst. Er musste einmal strafweise durch die Box, weil er beim Rausfahren nach dem ersten Boxenstopp um ein Haar Sergio Perez abgeräumt hätte. Ein Fehler vom Team. Es hatte die Markierungen an der Boxenmauer falsch gesteckt. Daran orientiert sich der Mann, der den Boxenstopp überwacht. Als die Ampel auf Grün sprang, war Perez gerade an der Markierung vorbei.

Budget steigt von 149 auf 179 Millionen Euro

Für Mercedes ist Platz 2 im Konstrukteurspokal politisch wichtig. Er würde den Budgetanstieg von 25 Prozent zwischen 2011 und 2012 rechtfertigen. Ross Brawn beeilt sich zu bemerken. "Wir haben schon mehr als doppelt so viele Punkte geholt wie im letzten Jahr." Aus 142 Zählern wurden 287.

Das englische Handelsregister weist 126 Millionen Pfund (149 Millionen Euro) für die Saison 2011 und 151 Millionen Pfund (179 Millionen Euro) für das Jahr 2012 aus. Die Zahl der Angestellten im operativen Bereich stieg von 474 auf 550 Mitarbeiter. Der Verlust von 31,5 Millionen Pfund (37 Millionen Euro) wurde aus dem Guthaben des Rennstalls bestritten. Als Mercedes vor vier Jahren Brawn GP übernahm, kaufte man zugleich eine Bankeinlage über 72 Millionen Pfund (85 Millionen Euro).

Auf der Motorenseite machen sich langsam die Kosten für die Entwicklung des neuen V6-Turbo für 2014 bemerkbar. Die Ausgaben stiegen von 115 Millionen Pfund (136 Millionen Euro) auf 126 Millionen Pfund (149 Millionen Euro). Das geben auch Renault und Ferrari aus.

Red Bull macht auch beim Budget die Musik

Viel Geld dafür, dass zwei Autos 19 Mal im Kreis herumfahren. Aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Lotus liegt mit 147 Millionen Pfund (174 Millionen Euro) auf Mercedes-Niveau. Teambesitzer Gerard Lopez rechnet für die kommende Saison wegen der Kostenexplosion auf der Motorenseite mit einem Anstieg auf 170 Millionen Pfund (201 Millionen Euro).
 
Da ist McLaren 2012 bereits angelangt. Der Rennstall aus Woking ist für das Vorjahr mit 174 Millionen Pfund (206 Millionen Euro) registriert. Red Bulls Zahlen liegen noch nicht vor. Doch andere Teams haben ihre Horchposten bereits ausgefahren. Angeblich wird das Weltmeister-Team rund 250 Millionen Pfund (296 Millionen Euro) melden.

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