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Mercedes kämpft

Hamilton verzichtet auf Urlaub

Lewis Hamilton Mercedes 2013 Foto: Mercedes 94 Bilder

Kann Mercedes wirklich noch um den WM-Titel kämpfen? Lewis Hamilton und Nico Rosberg sind sich nicht sicher. Die Voraussetzungen stimmen allerdings. Die technische Basis passt. Und auch körperlich fühlt sich Hamilton so gut wie nie zuvor.

22.08.2013 Tobias Grüner

48 Punkte beträgt der Rückstand von Lewis Hamilton auf Sebastian Vettel. Doch der Sieg in Ungarn hat vor allem bei der englischen Presse neue Hoffnungen auf einen spannenden Zweikampf bis zum Saisonende geschürt. Ist Mercedes nun der neue Herausforderer für Red Bull?

Hamilton kann die ganze Aufregung nicht verstehen. "Das ist doch jedes Jahr das gleiche. Da gewinnt man mal ein Rennen und schon verfallen alle in Euphorie. Wenn man ein schlechtes Rennen hat, gibt es negative Schlagzeilen." Vom WM-Titel will man im Silberpfeil-Camp aktuell noch nicht reden. Man denkt von Rennen zu Rennen.

Hamilton setzt auf zweite Saisonhälfte

Die Stimmung bei Hamilton ist gut. Der Glaube an die Ingenieure ist da. "Es ist ein tolles Gefühl, dass wir mit unserem Auto etwas erreichen können. Es ist sicher nicht langsamer geworden über den Sommer. Sicher haben auch Ferrari und die anderen einen ähnlichen Schritt gemacht. Aber es ist ein gutes Gefühl, dass wir auf jeden Fall mit ihnen kämpfen können."

Körperlich und geistig fühlt sich der Brite ebenfalls in guter Verfassung. "Ich habe wirklich hart trainiert im Sommer. Das war etwas Neues für mich. In den letzten 6 Jahren habe ich die Pause immer als Urlaub betrachtet. Ich komme mit mehr Motivation zurück als je zuvor." Für Optimismus sorgt auch ein Blick in die Vergangenheit. "Bei mir waren die zweiten Saisonhälften tendenziell besser als die ersten. Ich hoffe, das ist jetzt wieder der Fall."

Doch das Reifenthema sorgt immer noch für Unruhe. Obwohl der Trend in Budapest zuletzt positiv war. "Ich hoffe es geht so weiter, wie zuletzt", grinst Hamilton. "Als wir die Reifen aufgezogen haben, dachten wir nicht, dass es so gut läuft. Aber ich weiß auch vor dem Rennen in Spa nicht, was die Reifen machen werden. Sie sind einfach eine große Unbekannte. Ich versuche da gar nicht viel drüber nachzudenken. Das überlasse ich den Ingenieuren."

Mercedes noch nicht konstant genug

Teamkollege Rosberg ist in der WM-Wertung mittlerweile deutlich hinter Hamilton zurückgefallen. In Budapest gab es bereits den dritten unverschuldeten Ausfall des Jahres für den Deutschen. Die Gefahr, dass das Team nun voll auf die Karte Hamilton setzt, sieht Rosberg aber nicht. "Das ist kein Thema."

Genau wie sein Teamkollege warnt der Deutsche vor zu viel Euphorie. "Die Hoffnung ist groß, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren können. Allerdings müssen wir aufpassen. Die Strecke hier ist das komplette Gegenteil von Ungarn. Man kann also nicht wissen, wie es laufen wird. Wir sind aber auch immer noch nicht da, wo wir sein wollen. Vor 2 Rennen am Nürburgring hatten wir noch Probleme. Uns fehlt einfach noch die Konstanz."

Rosberg lobt Fortschritte bei Mercedes

Der 28-Jährige hat zu viele schlechte Zeiten mit Mercedes durchlebt. Er weiß, wie schnell sich das Glück umkehren kann. Dennoch überwiegt bei Rosberg mittlerweile die Zuversicht. Der Aufschwung im letzten halben Jahr macht Mut. Die Gründe für die guten Leistungen seien vielfältig.

"Wir haben viel aus unseren Fehlern gelernt. Wir haben den Windkanal von 50 auf 60 Prozent vergrößert. Die Kommunikation in der Fabrik läuft jetzt besser. Wir haben das Personal von der Größe und der Qualität her verstärkt", analysiert der Pilot. "2010 hat das Projekt angefangen. Es gab kontinuierlich immer wieder große Änderungen zum Beispiel mit Toto Wolff, Niki Lauda und Paddy Lowe. Das ging alles in die richtige Richtung. Langsam funktioniert es richtig gut."

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